Mittwoch, 10. Januar 2018

Jahresrückblick: Foodblogbilanz 2017

Nachdem ich die letzten drei Jahre (2014, 2015, 2016) immer pünktlich zum 31.12. meine Foodblogbilanz gepostet habe, bin ich dieses Mal etwas später dran.

Ich habe mir über Weihnachten und Neujahr eine digitale Auszeit gegönnt und war auf einem Kreuzfahrtschiff ab Havanna in der Karibik unterwegs. Dort gab's viel zu sehen, viel zu erleben, viel zu essen und wenig Internet. Ideal also, um zu entspannen!

Collage Urlaub

Es dauert, bis ich wieder in die Gänge komme. Aber da ich am Montag früh beim Anmelden am Arbeitscomputer erst eine Weile überlegen musste, bis mir das Passwort einfiel, hat das mit dem Abschalten und der Erholung offensichtlich gut geklappt! :-)

Die Idee zur Jahresbilanz kommt von Sabine von Schmeckt nach mehr. Sie hat sich die Fragen ausgedacht und viele Foodblogger haben sie bereits beantwortet. Ihr findet die Posts über Sabine oder unter dem Hashtag #foodblogbilanz17.

1. Was war 2017 dein erfolgreichster Blogartikel?


Auch letztes Jahr litten wohl viele Leser an Husten; der alte Artikel für einen ganz einfachen Zwiebel-Honig-Sirup gegen Husten ist der Renner.

Von den 2017 gebloggten Rezepten schaffte es der Butternusskürbis mit roten Zwiebeln, Tahini-Sauce und Zatar an die Spitze. Es ist ein Rezept von Yotam Ottolenghi. Rezepte von bekannten Köchen werden im Internet gerne gesucht, habe ich den Eindruck. Oder es liegt daran, dass ich ein paar Impressionen meines Israel-Urlaubs eingestreut habe? Egal wie, das Rezept finde ich gut und ich hoffe, dass die Nachkocher es auch mochten.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?


Das Jahr 2017 war mein blogfaulstes bisher; nur halb so viele Beiträge wie sonst! Dabei hatte meine Spielwiese im April ihr 10jähriges Jubiläum... Wie im Vorjahr war es so, dass mich berufliche und private Projekte zeitlich beanspruchten und ich abends oft nicht mehr die Energie hatte, noch zu bloggen. Ein wenig fehlt mir auch das Feedback, die Kommentare und Leserzahlen sind zurückgegangen. So liegen massenweise Fotos auf Festplatten von Gerichten, die lecker schmeckten, aber bei denen ich einfach nicht dazu kam, die Rezepte aufzuschreiben und darüber zu berichten. Ich weiß nicht, ob es 2018 anders wird.

Beschäftigt haben mich im vergangenen Jahr eher Blog-Reihen als einzelne Blogartikel. So habe ich im Sommer sehr viele Zucchinirezepte ausprobiert und verbloggt, da meine Zucchinipflanzen im Garten so fleißig waren.

Collage Zucchini-Rezepte 2017

Im Frühsommer produzierten meine Rhabarberableger so viele Stiele Rhabarber, dass ich neben den klassischen Rezepten auch einige neue ausprobiert habe, die es auf den Blog geschafft haben. So gab's 2017 auch eine Reihe mit neuen Rhabarberrezepten.

Collage Rhabarber-Rezepte 2017

Eigentlich war für Spätherbst eine ähnliche Reihe mit Quittenrezepten geplant, allerdings lief mir da die Zeit davon und ich habe nur zwei geschafft.

Das sind Themen, die jeden Gärtner umtreiben: Manchmal wächst das eine, mal das andere, und wenn etwas gut gedeiht, dann meist in Mengen, die man im 2-Personen-Haushalt kaum verarbeiten kann. Damit es nicht langweilig wird, ist ein Fundus erprobter Rezepte wichtig und es ist mir wichtig, hier Rezepte zu posten, die auch wirklich funktionieren.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?


Das kann ich dieses Jahr überhaupt nicht sagen. Aufgrund des unübersehbaren Angebots an Rezepten, die es online gibt, sei es auf Blogs oder anderswo, gelange ich eher durch Suchmaschinen oder über meine Rezeptdatenbank an mein Ziel, wenn ich etwas bestimmtes suche. Blogs überfliege oder lese ich weiterhin, allerdings war 2017 keiner dabei, der mich besonders inspiriert hätte.

Mir geht es so wie Ulrike: Ich freue mich über die Blogs, die mich seit meinen Anfangstagen immer noch begleiten. Das sind zum Glück einige mehr als drei, und ich kenne meist die Blogger dahinter. Der persönliche (wenn auch meist virtuelle) Austausch ist mir wichtiger als Neuerungen der Kochszene und Inspiration.

4. Welches der Rezepte, die du 2017 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?


Gekocht ist etwas übertrieben: Den Turmeric Latte gab's am häufigsten, auch gestern mit eingeweichten Cashewnüssen für die milchige Cremigkeit. Basis ist eine Kurkumapaste, danach kann man variieren. Soll gesund sein und schmeckt gut. Ideal zum Frühstück.

5. Was hat dich im Zusammenhang mit Kochen, Essen oder deinem Blog 2017 beschäftigt und warum?


Wenig. Die ganzen Hypes geben mir nicht viel, ich muss nicht alles mitmachen. Vieles kommt aus internationalen Küchen und da kenne ich das meiste von meinen Reisen vor Ort, schon seit Jahren.

Eher beschäftigt mich praktikables: Was mache ich, wenn ich wenig Zeit und keine Lust zu kochen habe, aber trotzdem keine Fertigware auftauen möchte? Schnelle Rezepte oder auch mal was zum Mitnehmen auf die Arbeit.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?


Da fällt mir im Gegensatz zu den Vorjahren nichts ein.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?


Lustig fand ich "content", danach wird offensichtlich häufiger gesucht. Warum die Suchmaschinen dann meine Spielwiese vorschlagen, weiß ich auch nicht.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2018?


Mir wünsche ich gute Laune und Gesundheit sowie ein paar interessante Erlebnisse und Erfahrungen, gerne auch Events, bei denen ich Blogger treffe. Mit einigen sind richtige Freundschaften entstanden, die ich nicht mehr missen möchte.

Meinem Blog wünsche ich, dass ich die Lust habe, mich endlich einmal mit SEO zu beschäftigen und ihn damit wieder sichtbarer zu machen. Es scheint leider so zu sein, dass z.B. alte Links zu Seiten, die es nicht mehr gibt, das Ranking in Suchmaschinen negativ beeinflussen. Da ich immer sehr viel verlinke und bei 10 Jahren und 1.305 Artikeln einiges zusammen kam, laufen viele der Links ins Leere; die müsste ich entfernen. Damit verliert das Blog zwar die Tagebuchfunktion, aber wenn andere Blogger ganze Artikel löschen muss ich damit wohl leben, dass sich die Zeiten geändert haben. Das bedeutet Arbeit, aber vielleicht bringt es ja etwas und meine Rezepte werden wieder besser gefunden. Ich habe nicht die Zeit (bzw. keine Lust, Geld in Tools dafür auszugeben), sämtliche Social Media Kanäle zu bespielen, um dadurch mehr Leser zu gewinnen. Instagram & Co. laufen bei mir eher nebenbei, wenn ich Lust und keine Energie zum Bloggen habe, aber nicht mit Plan und Ziel.

Ich schreibe zwar in erster Linie für mich (und ärgere mich, wenn ich wie 2017 wenig aufschreibe, weil ich dann nicht nachschauen kann, wie ich das oder das gemacht habe...), freue mich aber auch, wenn Leser Nützliches finden und auch mal etwas nachkochen. Früher kamen viele Mails davon direkt an mich (Blogger kommentieren, andere Leser ohne Blog kommentieren weniger auf dem Blog, melden sich eher gar nicht oder persönlich per Mail), das wurde genauso weniger wie die Leserzahlen gesunken sind. Ich jammere auf hohem Niveau: Zum Glück gibt es noch Tausende Aufrufe, viele Besucher und die besten Leser, die man sich vorstellen kann. Danke an Euch!

Vielen Dank an Sabine für die erneute Anregung zum Jahresrückblick.

Kommentare:

  1. Schön, dass du auch nach deiner Auszeit noch mitmachst! Und auch wenn die Bloggerei manchmal hinter dem Offline-Leben zurückstehen muss: Ich bewundere, mit welcher Energie du deine Spielwiese seit zehn Jahren bespielst! Dir und deinem Blog ein tolles Jahr 2018.

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    1. Hallo Sabine, die Foodblogbilanz gefällt mir, und es ist ja egal, wenn es ein wenig später ist; Hauptsache mal drüber nach gedacht. An der Energie hapert es manchmal... Trotzdem danke für Deine lieben Wünsche!

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  2. Na, das nenne ich einen schönen Grund für die Verspätung: Auszeit und das Passwort vergessen spricht für gute Erholung. Ja bloggen ist nicht mehr so unbeschwert wie noch vor 10 Jahren.

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    1. Ich versuche, es wieder unbeschwerter zu sehen; zum Glück gibt es noch eine Menge Blogger wie uns. Das hatte ich zwischendurch vergessen.

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  3. Ach, die Kommentare, die sind überall rückläufig, das ist schade. Mir bedeuten Kommentare eigentlich mehr als Seitenzugriffe, aber ich muss mich auch an die eigene Nase fassen - ich bin da je selbst sehr viel fauler als früher.

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    1. Mir geht's genauso, ein schnelles Like ist einfacher vergeben als einen kurzen Kommentar zu schreiben. Über Deinen Kommentar zu meinem Rezept gestern habe ich mich riesig gefreut und gleich den Text oben angepasst - so macht Bloggen einfach Spaß! Danke dafür!!! :-)

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