Montag, 28. August 2017

Deo, selbstgemacht

Heute gibt's auf der Spielwiese mal ein Rezept, das man zwar essen kann, aber das nicht sonderlich schmeckt... ;-)

Vor zwei Jahren habe ich von einer Freundin ein selbst angerührtes Deo bekommen, von dem ich absolut begeistert war. Sie war so nett, mir das Rezept dafür zu geben und seitdem mache ich ab und zu selber eine kleine Portion davon. Die Zutaten habe ich eigentlich immer im Haus, und es geht sehr einfach.



Was mir daran so gut gefällt, sind zwei Dinge: Erstens ist es das einzige Deo, das bei mir wirklich einen ganzen Tag frisch und duftend hält, ohne dass ich nacharbeiten muss. Auch wenn ich Sport treibe oder die halbe Nacht durchtanze!

Bei gekauften Deos klappt das leider nicht (vielleicht liegt's an diesem wechselhaften Alter - ich kann mich echt selber nicht riechen!), wobei ich zugeben muss, dass ich seit Ewigkeiten aluminiumfreie Deos verwende und so ziemlich jede Sorte durchprobiert habe. Die mit Alu wirken etwas besser.



Der zweite Vorteil sind die Zutaten: Ich habe es oben schon geschrieben, ich würde das in kleinen Mengen auch essen, wenn es sein müsste. Das Deo enthält vor allem Zutaten, die ich in Küche und Hausapotheke vorrätig habe. Kokosöl, Olivenöl, Natron, Stärke und ähterische Öle. Das einzige, was ich in einem anderen Raum suchen musste, ist Bienenwachs. Ich hatte eine selbstgerollte Bienenwachskerze, davon habe ich etwas abgeschnitten. Man braucht ja nicht viel. Beim Anrühren gestern fiel mir auf, dass Kokos- und Olivenöl relativ stark rochen; in der fertigen Creme fällt das nicht mehr auf.

Die Deocreme fühlt sich leicht sandig an, daran muss man sich gewöhnen. Außerdem kann es passieren, dass es leichte Abfärbungen an der Kleidung gibt, vor allem, wenn man etwas zu viel Cremedeo verwendet. Mir ist das bisher einmal aufgefallen, das ging aber problemlos beim Waschen raus.


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Selbstgemachte Deocreme
Kategorien: Kosmetik, Deo
Menge: 1 Rezept ergibt 2 kleine Döschen

Zutaten

2GrammBienenwachs
12GrammKokosöl
14GrammOlivenöl
25GrammNatron
25GrammStärke
2TropfenTeebaumöl
8-10TropfenLavendelöl
5TropfenÄtherisches Öl (Lemongrass und Limette oder
-- eine Mischung der persönlichen Lieblingsdüfte)

Quelle

Rezept von Sylvia; ganz leicht angepasst
Erfasst *RK* 27.08.2017 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Bienenwachs und Kokosöl zusammen in einen Topf geben und erwärmen, bis beide schmelzen. Gut verrühren. Ein wenig abkühlen lassen. Währenddessen die anderen Zutaten abwiegen.

Die restlichen Zutaten dazu geben und alles sehr gut verrühren. In passende Tiegel füllen.

Am besten kühl lagern und nach und nach verbrauchen. Man braucht nur eine ganz kleine Menge, eine Messerspitze ungefähr, die man sich am besten morgens nach dem Duschen unter die Achseln schmiert.
=====

Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3)  ist eh ein Wundermittel im Haushalt, aber das ist ein anderes Thema. Es wirkt basisch und antibakteriell, es wird in der Kosmetik oft eingesetzt und absorbiert Gerüche. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass manche Menschen sensibel auf ätherische Öle reagieren. Seit vielen Jahren verwende ich hochwertige naturreine Duftöle von Primavera, deren Stammsitz ich auch einmal besuchen durfte; seitdem bin ich noch überzeugter davon.

Schön sind natürlich kleine Glastiegel, ich hatte aber gerade keine passenden und Kunststoff ist fürs Verreisen und Transportieren auch eine Alternative. Das selbst angerührte Cremedeo hält sich meiner Erfahrung nach einige Monate. Mir wurde noch keins ranzig oder schlecht.

Kommentare:

  1. Schön, dass Du sowas postest, habe ich auch einmal, auf Basis Essig, Zitronensaft, ätherische Oele. Ich frage mich, ob Natriumbicarbonat als Deo wirklich so gut wirkt. Aluminiumchlorid usw. will unsereiner ja nicht, und das Hausmittel aus Opas Zeiten, Alaun, enthält ebenfalls Alu.

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    1. Mit Essig und Zitronensaft klingt das auch interessant - hat der Essig nicht hervorgerochen?

      Alaun enthält Aluminium - das wusste ich früher gar nicht. Letztes Jahr habe ich mir mal einen Alaunstift gekauft, der soll ja Blutungen stillen. Es hat etwas gedauert, bis ich die Zutaten durch las und mir klar wurde, dass da Aluminium drin ist, kleine Mengen, aber irgendwie kommt das ja direkt ins Blut, wenn ich damit auf Blut drücke... Okay, ich bin Laie. ;-)
      Das mit dem selbstgemachten Deo mit Natron funktioniert bei mir super, wobei ich echt nicht weiß, welche Zutat dafür verantwortlich ist oder ob es die Kombination ist.
      Eine Freundin stieg direkt von Alu-Deo auf selbstgemachtes Deo um, da dauerte es 2,3 Wochen, bis es gewirkt hat. Sie meinte dann, die anderen Stoffe müssten sich erst aus Haut und Kleidung herauswaschen. Hm?
      Interessantes Thema. Wenn man etwas im Internet recherchiert, wird man leider nicht schlauer, da gibt's so viel Halbwissen drüber.

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    2. Elementares Aluminium (als Metall) ist nicht gefährlich, die Alu-Salze sollen es sein, jedoch nicht sicher erwiesen. In den Deos ist Aluminiumhydroxychlorid das häufigst eingesetzte Salz (-Gemisch), der Alaunstift ist Kaliumaluminiumsulfat, also auch ein alu-haltiges Salz. Ob das eine oder andere harmloser ist, kann ich nicht wissen.
      LG Erich, Dipl. Chem.-Ing. ETH ;-)

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  2. Charly und Micha30. August 2017 um 10:21

    Super, vielen Dank für das Rezept! Das werden wir sofort ausprobieren wenn unser jetziges aufgebraucht ist!

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    1. Hallo Ihr beiden! Freut mich, dass Euch das Rezepte gefällt.

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