Samstag, 30. April 2011

Löwenzahnhonig und -sirup

Dieses Jahr ist die Natur irgendwie früher dran als letztes Jahr: Seit längerem blüht der Löwenzahn schon und färbt die Spielwiese gelb.

Bevor die Blüten abgemäht werden, hat man die Chance, daraus einen Sirup oder eine dickere streichfähige Masse, die meist Löwenzahnhonig genannt wird, zu zaubern.

Dafür gibt es verschiedene Rezepte, wie immer in verschiedenen Quellen, z.B. in Büchern oder in Blogs. Ulrike z.B. hat erklärt, dass es statt Honig Invertzuckercreme heißen müsste und liefert auch ein Rezept für Sirup, das im Original aus Kathas Wildpflanzenbuch stammt. Robert hat am Montag ein Rezept veröffentlicht, das Orangen enthält.

Sirup und Honig eignen sich als Zutat für Desserts (irgendwo schlummert ein Rezept für ein Parfait mit Orangenlikör...), Salatsaucen, als Süßungsmittel für Tees, Joghurt, Quark, Müsli oder einfach mit Wasser oder Sprudel aufgegossen als Getränk.

Hier ist das Rezept:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Löwenzahnsirup oder Löwenzahnhonig (aus Zucker)
Kategorien:Einmachen, Sirup, Wildkräuter
Menge:1 Rezept

Zutaten

3-4HandvollGelbe Löwenzahn-Blüten
1/2Ltr.Wasser
1/2kgZucker
1/2Zitrone; Saft und Schale

Quelle

diverse Quellen
Erfasst *RK* 23.04.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Löwenzahn"honig" schmeckt würzig-frühlingshaft und eignet sich als Brotaufstrich, als Zutat für Desserts oder Salatsaucen. Man sollte dabei bedenken, dass er viel Zucker enthält und daher sparsam verwendet werden sollte. Der Sirup eignet sich ebenfalls als Basis für Desserts oder einfach mit etwas Wasser oder Sprudel aufgegossen als Getränk.

Die Blüten ausschütteln, so dass keine Krabbeltierchen darin sind. Die grünen Blätter sollten entfernt sein, sie schmecken bitter und eignen sich eher als Salat o.ä. Die gelben Blütenblätter werden verwendet.

Die Blütenblätter in einen Topf geben und mit Wasser übergießen. Abdecken und einige Stunden stehen lassen. Kurz aufkochen und über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Tag die Blüten durch ein Sieb abgießen und wegwerfen. Das löwenzahnaromatisierte Wasser mit Zitronensaft, -schale und Zucker aufkochen und dann bei niederer Hitze einige Zeitlang köcheln lassen.

Wenn man Sirup möchte, ist dieser relativ schnell fertig. Den "Honig" muss man etwas länger köcheln lassen, so dass die Konsistenz dicker, zähflüssiger wird. Die Farbe wechselt dabei von einem hellen Gelb in Richtung Bernstein.

Achtung, nicht zu lange köcheln - sonst hat man eine feste Masse, die sich nicht mehr löffeln lässt. Mir ist das schon passiert. Lieber früher aufhören, abkühlen lassen und falls die Masse dann noch zu flüssig ist, später nochmal erhitzen.

In ausgespülte, mit kochendem Wasser sterilisierte Flaschen oder Gläser gießen und möglichst dunkel und kühl lagern.

Als Geschmacksvariante kann man noch eine Vanilleschote (aufgeschlitzt, das Mark herausgeschabt) dazu geben.

=====


Ein paar weitere Rezepte mit Löwenzahn habe ich mir notiert, die mir gefallen und die ich irgendwann mal ausprobieren möchte, wenn wieder mehr Zeit und Muse zum Werkeln in der Küche ist: Löwenzahnrisotto nach dem Rezept von Robert oder Rike, Wolkenfees Löwenzahngelee oder Magdis Löwenzahnsalat mit Kartoffeln und Ei.

An Löwenzahn jedenfalls mangelt es nicht. :-)

Donnerstag, 28. April 2011

Gemüse-Fisch-Curry

Hier mal wieder etwas aus der Kategorie wild improvisiert und nachher doch ganz lecker. :-)

Zutaten waren Hunger, leckeres Gemüse, Wildkräuter aus dem Garten, ein Fisch aus der Gefriertruhe und Hirse. Neben der Hirse lagern rote Linsen, also kamen die auch dazu. Diese Kombination ist mir lieber als Reis.

Mir hat in China mal eine Bekannte erzählt, Hirse sei etwas für die armen Bauern, die würden das selber anbauen und auch essen. Reis galt als das bessere Getreide und war (geschält, weiß) überall zu finden. Um Hirse zu kaufen musste ich an einen Bauernmarkt am Stadtrand.

Flüssig, als Hirseschnaps bekam man Hirse dagegen problemlos.

Hier habe ich auch immer ein Päckchen Hirse da, Hirsotto z.B. mag ich gerne, oder ich kombiniere ihn meist mit Gemüse mediterran oder asiatisch angehaucht. Ein ähnliches Curry habe ich schon mal auf dem Blog. Dieses hier ist durch die frühlingshaften Zutaten und die grüne Currypaste wieder etwas anders geworden.

Optisch nicht der Kracher, aber vom Geschmack her schon. :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Gemüse-Fisch-Curry mit frischen Wildkräutern an Hirse-Linsen
Kategorien:Fisch, Salzwasser, Gemüse, Kokos, Wildkräuter
Menge:1 Rezept

Zutaten

HHIRSE-LINSEN
1Tasse
Hirse
1Handvoll
Rote Linsen



Wasser oder Brühe
HGEMÜSE-FISCH-CURRY
1SchussErdnussöl
1-2Knoblauchzehen
1StückIngwer (ca. walnussgroß)
2Karotten
1Mairübe (Navet)
1Grüne Paprika
1/2Rote Paprika
1groß.Fischfilet (evtl. TK)
1Essl.Grüne Currypaste (thailändisch)
200-300GrammKokosmilch (aus der Dose)
1HandvollBrennnesseln
1HandvollGiersch

Quelle

eigene Improvisation
Erfasst *RK* 22.04.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Hirse und rote Linsen waschen und mit gut der doppelten Wasser in einen Topf geben, erhitzen, 5-8 Minuten leicht köcheln lassen, dann die Herdplatte ausschalten und weiter quellen lassen.

Währenddessen Knoblauch und Ingwer hacken, Karotten, Mairübe und Paprika in Stücke schneiden, Fisch ebenfalls.

Erdnussöl im Wok erhitzen und die Gemüsestücke hineingeben. Etwas unter Rühren anbraten. Currypaste dazugeben und kurz mit anbraten. Mit Kokosmilch ablöschen. Deckel drauf und kurz köcheln lassen.

Die Fischfiletstücke darauf legen, wieder abdecken und weiter köcheln lassen, bis der Fisch gerade durch und das Gemüse noch knackig ist, aber nicht zerkocht. Wildkräuter waschen, hacken und darunter heben. Vor allem die Brennnesseln sollten etwas Hitze abkriegen, damit sie nicht mehr brennen. ;-) Evtl. nochmal abschmecken.

Zum Servieren nimmt sich jeder etwas von der Hirse mit den Linsen in einen tiefen Teller und gibt darüber das saucige Gemüse-Fisch- Wildkräuter-Curry. Lecker!

Tipp: Bei dem Gericht ist man ziemlich flexibel, es passen je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit auch andere Gemüse, rote oder gelbe Currypaste statt der grünen oder man nimmt Garnelen, Hühnchen oder anderes Fleisch statt Fisch oder man isst das ganze nur mit Gemüse vegetarisch.

=====

Sonntag, 24. April 2011

Macarons

Als ich die Blutorangen-Cupcakes gebacken hatte, kam mir in den Sinn, dass ein Fruit Curd eigentlich eine ganz gute Füllung für Macarons darstellen könnte, wenn man gerade keine Lust auf Schokolade oder ähnliches hat. Der Gedanke ließ mich nicht mehr los und gestern habe ich endlich Macarons gebacken!

Die süßen französischen Mandelbaisers geistern ja schon länger durch Nobel-Pâtisserien und die Blog-Szene, erst im Ausland, inzwischen auch hier. Aurélie hat sogar mal super Videos dazu gedreht und es gibt inzwischen Bücher darüber. Irgendwie schien mir das immer etwas kompliziert.

Als ich letzten Sommer mal meine Mittagspause zusammen mit der sympathischen Anne von Annes Food und ihrem süßen Sohn in einem Café in Stockholm verbrachte, unterhielten wir uns foodblogger-typisch über dies und das und landeten irgendwann beim Thema Macarons. Anne meinte, die seien überhaupt nicht kompliziert. ... Anne hat recht!

Vor einigen Tagen hatte ich mir die Zutaten, die sie nimmt, auf einen Zettel geschrieben und heute damit losgelegt. In Gedanken an die riesigen schwedischen Süßigkeitenläden und die Vorliebe der Nordlichter für Süßes habe ich einen Hauch weniger Zucker verwendet und im Gegensatz zu Anne doch etwas Speisefarbe hinzu gegeben. Eigentlich teile ich auch da ihre Meinung; wenn ich bei normalem Essen so wenig Zusatzstoffe wie möglich möchte, warum dann hier?

Aber da Ostern ist und ich ein Oster-Macaron haben wollte (okay, das erkennt man kaum, auf dem obersten Foto ganz rechts ist ein eiförmiges Macaron ;-)), durfte ein Hauch gelb-orange dazu. Ich habe dafür keine Paste bestellt, sondern etwas von den Tütchen genommen, die der lokale Supermarkt anbietet und die schon länger im Küchenschrank lagern.

Die Zubereitung hatte ich nicht mehr genau im Kopf, so habe ich einfach losgelegt und es hat super funktioniert. Ich habe für alles einfach den Schneebesen der Küchenmaschine verwendet, also nichts mit Spatel oder Schneebesen verrührt. Es hat super geklappt!

Also, entweder es war Anfängerglück oder Anne und ich haben recht und Macarons sind ganz unkompliziert. :-)

Beim Spritzen der Kreise und Eier auf das Blech kam dann doch wieder der Grobmotoriker in mir hoch - ganz so perfekt gleichmäßig groß oder rund oder eiig geworden sind sie dann doch nicht. Aber fürs erste Mal finde ich sie echt okay.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Macarons mit Orange Curd Füllung
Kategorien:Backen, Gebäck, Baiser, Mandel, Orange
Menge:2 Bleche

Zutaten

3Eiweiß*
2Teel.Vanillezucker
110Mandeln
175GrammPuderzucker
1Messersp.Speisefarbe gelb und orange; evtl.**
HORANGE CURD***
3Eigelb*
70GrammRohrzucker
130mlOrangensaft (Saft von 1/2 Zitrone und 2 Orangen;
-- ca.)
Abrieb der Zitrone (und/oder von 1 Orange, falls
-- nicht gespritzt)
70GrammButter
1PriseSalz

Quelle

Grundrezept für Macarons nach Annes Food, etwas angepasst
Erfasst *RK* 23.04.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Mandeln am Vortag mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und pellen. Über Nacht trocknen lassen.

Das Orange Curd vorbereiten: Eigelb, Zucker und Schale in einen Topf geben und mit einem Schneebesen verquirlen. Orangensaft und Butter dazugeben und alles gut verrühren, dabei die Hitze höher stellen. Es sollte eine dickliche Masse entstehen. Im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Falls das Fruit Curd je aufkocht, gerinnt oder sich beim Abkühlen wieder trennt, hilft ein alter Trick: Mit dem Zauberstab einmal durchpürieren - und die Konsistenz stimmt wieder. :-)

Am nächsten Tag die Eiweiß aus dem Kühlschrank nehmen, so dass sie langsam Zimmertemperatur bekommen. 2 Backbleche mit Backpapier belegen und einen Spritzbeutel bereit legen.

Die Mandeln zusammen mit dem Puderzucker portionsweise sehr fein mahlen (z.B. in einer Moulinette). Mit Hilfe eines Löffels durch ein feines Sieb passieren, so dass man feinen Puder erhält. Beiseite stellen.

Eiweiß steif schlagen. Den Vanillezucker dazugeben und weiter schlagen, bis ein wunderschöner stichfester glänzender Eischnee entstanden ist. Jetzt kann man etwas Speisefarbe dazu geben.

Einen Teil des Mandel-Zucker-Puders darunter rühren, ich habe dazu einfach die Küchenmaschine kurz laufen lassen. Wenn die Masse gerade untergerührt ist, in zwei weiteren Schüben den Rest des Puders unterrühren. Nicht zu lange rühren. Die Eiweiß-Mandel-Zuckermasse hat nun durch das Fett der Mandeln eine etwas breiige Konsistenz bekommen.

Die Baiser-Mandel-Masse in den Spritzbeutel füllen und Kreise (oder Eier oder Herzchen, usw.) auf die Backbleche spritzen. Darauf achten, dass nachher immer zwei gleich große und gleich geformte Teile zusammen passen sollten, also etwas auf die Form achten.

Die Bleche 30-40 Minuten ruhen lassen. Dann für 12 Minuten im auf 140°C Umluft vorgeheizten Backofen backen.

Nach dem Backen die Bleche aus dem Ofen nehmen. Nach ca. 8-10 Minuten die Macarons vom Blech entfernen und mit Hilfe eines Messers jeweils etwas vom Orange Curd auf ein Macaron streichen, ein halbwegs passendes zweites darauf setzen und leicht gegen drehen, so dass die Füllung gut mit den Mandel-Baisers verbunden ist.

Diese Macarons halten sich durch die Füllung nicht lange und sollten kühl aufbewahrt werden.

Tipps:

* Ich hatte Eier der Größe M, also mittelgroße.
** Ich hatte ganz normales Farbpulver aus dem Supermarkt.
*** Statt Orange Curd geht sicher auch eine normale Ganache aus weißer Schokolade und Orangenlikör, oder ähnliches.

=====


Als Füllung gab's Orange Curd, ähnlich wie letztes Mal zubereitet. Das hatte ich schon vor ein paar Tagen zubereitet - es war mir erst misslungen, lässt sich aber retten. Wie, steht im Rezept.

Etwas durchgezogen schmecken die Macarons leicht orangig und wirklich wunderbar.

Damit wünsche ich Euch allen schöne Ostern!

Montag, 18. April 2011

Frühling vor dem Küchenfenster

Ich bin ein paar Mal gefragt worden, ob ich denn mit den jahreszeitlichen Küchenfensterausblicken weitermache.

Letztes Frühjahr war ich mit anderen Themen beschäftigt, da hatte ich keinen Nerv dafür. Dieses Jahr versuche ich wieder bewusster wahrzunehmen, was um mich herum passiert und genieße es, dass die Natur erwacht, vieles blüht und ich die ersten Stiche habe. ;-)

Für die von Euch, die noch nicht so lange dabei sind: Mit meinem trostlosen Herbstausblick fing es im Herbst 2009 an - die Idee kam mir, weil ich, nachdem wir einige Bäume gefällt hatten, plötzlich viel weiter sah als die Jahre zuvor und neugierig war, was sich vor Euren Küchenfenstern abspielt. Viele Küchenausblicke unterschiedlichster Art kamen da zusammen, die ich mir immer mal gerne anschaue. Normalerweise sieht man in Foodblogs ja eher, was in der Küche passiert.

Da es so viel Schnee gab, folgten mein Winterlicher Küchenfenster-Ausblick und viele winterliche Küchenausblicke.

Logischerweise ist jetzt der Frühling dran. Dankenswerterweise konnte ich unseren Kater wieder dazu bewegen, Fotomodell zu spielen. Vom Fenster aus haben die Katzen einen etwas erhöhten Ausblick. Hinter dem Zaun befindet sich noch viel mehr Wiese - mit Mäusen, Vögeln und Eichhörnchen, die beobachtet (und manchmal aufgelauert oder gejagt) werden müssen.

Diesmal habe ich etwas weiter nach rechts fotografiert, im Hintergrund erkennt man die Spitze des Kirchturms, davor das um 1510 entstandene Rugendorfer Schloss und davor mit Fenstern auf weißer Wand zu erkennen das Gemeindehaus. Rechts daneben wäre das schön renovierte Pfarrhaus zu sehen, das derzeit Bewohner sucht. Aber dafür müsste ich von weiter links fotografieren, dann wäre der alte Birnbaum nicht mehr drauf.

Die Bäume vor dem Fenster blühen noch nicht richtig, man sieht ein erstes Grün.

Später im Jahr ist der Blick nach links schön: Dort blüht dann ein mächtiger Flieder. Da das erst im Mai passiert, habe ich ein Archivfoto von Ende Mai letzten Jahres für Euch:

Die Wäschespinne ist nicht wirklich schön, aber praktisch.

So, jetzt bin ich gespannt, ob es bei Euch auch blüht, wie das Wetter ist, ob Ihr Aussicht genießt oder auf eine Garage, Mülleimer, Straße blickt oder ob Ihr Menschen oder Tiere seht. :-)

Wie letztes Mal: Wem das zu persönlich ist, kein Problem: Fotos von frühlingshaften Küchenfensterinnenansichten sind auch gerne gesehen. Wenn einige Fotos zusammenkommen, stelle ich sie wieder in einem Beitrag zusammen, mit einem Link auf Euren Blog und einem eingebunden Foto. Wer das nicht mag, gibt bitte Bescheid. Bitte kommentiert auch hier, damit ich Eure Beiträge nicht verpasse.

Ich bin gespannt und freue mich auf frühlingshafte Küchenfensterausblicke!

Freitag, 15. April 2011

Weincreme

Der aktuelle Blog-Event Eine kulinarische Reise durch das Rheinland in Zorras Kochtopf, diesmal ausgerichtet vom Edekaner war eine ziemliche Herausforderung für mich.

Im Gegensatz zu anderen bin ich nun nicht gerade ein Fan von dem, was ich mir unter rheinischer Küche vorstelle und was ich durch Beiträge anderer die letzten Tage gelernt habe... Speck mit Rübenkraut, hm, naja, hm... ;-)

Als ich dann nochmal wikifiziert habe, wie man das Rheinland genau definiert und da erfuhr, dass man darunter nicht nur den Niederrhein, sondern auch den Mittelrhein versteht (andere sehen das noch lockerer und nehmen sogar den Oberrhein dazu!), wurde es leichter. Dort wächst nämlich Wein. Riesling soll sogar aus dieser Region stammen. - Also gibt es bei mir eine Weincreme, mittelrheinisch angehaucht.

Die Creme ist einfach zuzubereiten, eigentlich eine Art Pudding, aber viel lockerer, fluffiger.

Ich mag diese Rieslingcreme sehr gerne noch etwas warm - vor allem bei dem kühlen Aprilwetter heute war sie perfekt.

Der Alkohol schmeckt allerdings ziemlich raus, also kein Dessert für Kindergeburtstage. Mir half er, den Gedanken an die Kombination Speck - Rübenkraut und ähnliches zu vergessen. ;-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Leichte Weincreme Rheinische Art
Kategorien:Süßspeise, Warm, Kalt, Wein
Menge:2 Portionen

Zutaten

250mlWeißwein, am besten Riesling
1/2Teel.Zimt
25GrammZucker*
2Teel.Vanillezucker
1Essl.Speisestärke (ca. 10 Gramm)
1Ei
1/2PriseSalz

Quelle

nach verschiedenen Quellen improvisiert
Erfasst *RK* 15.04.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

3-4 Esslöffel Wein in ein kleines Schüsselchen geben. Den restlichen Wein in einen Topf geben und zusammen mit Zimt, Zucker und dem Vanillezucker aufkochen.

Währenddessen das Ei trennen. Eigelb und Stärke in das kleine Schüsselchen zum Wein geben und gut verrühren, so dass es keine Klumpen gibt. Diese Masse in die kochende Flüssigkeit geben, dabei mit einem Schneebesen gut verrühren und nochmal aufkochen lassen, so dass das Ganze andickt. Vom Herd nehmen.

Eiweiß mit Salz steif schlagen und unter die warme Masse mischen.

In Dessertgläser füllen und im Winter warm, sonst eher abgekühlt, aber zeitnah servieren.

Dazu passt auch ein Schlag Sahne und als Dekoration z.B. ein paar frische Trauben.

* Die Zuckermenge kann man nach persönlichem Geschmack anpassen. Ich hatte einen trockenen Riesling; wer einen süßeren hat, verwendet besser weniger Zucker.

=====


Nachtrag 16.04.2011: Die Creme verliert Volumen, wenn sie länger lagert und sieht nicht mehr so super aus. Also am besten innerhalb von wenigen Stunden essen. :-)

Dies ist also mein Beitrag für den aktuellen Blog-Event:

Blog-Event LXVI  - Eine kulinarische Reise durch das Rheinland (Einsendeschluss 15.04.2011)

Und speziell für den Edekaner habe ich noch etwas fotografiert, das ich kürzlich gefunden hatte. Zwei alte Streichholzschächtelchen. :-)

Donnerstag, 14. April 2011

Gegrillter Spargel mit Bärlauch-Weißweinsauce

Als es vor einigen Tagen grünen Spargel zu kaufen gab, konnte ich nicht widerstehen. Kombiniert mit einer schnell improvisierten Weißweinsauce nach dem Prinzip Chaudeau oder Zabaglione und etwas Bärlauch war dies ein phantastisches Essen.

Wir hatten Zartweizen dazu, aber das ganze schmeckt sicherlich auch solo als Vorspeise, oder mit Baguette oder irgend etwas anderem. Bei uns gab's das Gericht abends, daher ein Innenfoto.

Genial war die mit Eigelb aufgeschlagene Weißweinsauce mit dem Bärlauch-Touch. Da hätten wir drin baden können. :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Gegrillter grüner Spargel mit Bärlauch-Weinschaumsauce und Zartweizen
Kategorien:Gemüse, Spargel, Wein, Sauce, Frühling
Menge:2 Personen

Zutaten

125GrammZartweizen (z.B. Ebly)
Salzwasser
HGEGRILLTER SPARGEL
400-500GrammGrüner Spargel
EtwasOlivenöl
HBÄRLAUCH-WEINSCHAUMSAUCE
5-6BlätterBärlauch
200GrammWeißwein
1SchussWasser oder Fond
2Eigelb
1PriseSalz
1/2Teel.Zucker
2Essl.Geschlagene Sahne

Quelle

selbst improvisiert
Erfasst *RK* 05.04.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Salzwasser aufkochen und den Zartweizen darin nach Packungsanweisung kochen.

Spargel waschen, die holzigen Enden abschneiden und evtl. am Ende der Stangen etwas schälen. Der Länge nach halbieren und in einer Grillpfanne mit etwas Olivenöl anbraten.

Bärlauchblätter in Streifen schneiden.

Wein, Wasser bzw. Fond, Salz, Zucker und Eigelb vorsichtig auf der Herdplatte erhitzen. Mit einem Schneebesen oder einem Zauberstab schaumig schlagen. Durch die Hitze dickt das Eigelb an und es gibt eine dicklich-schaumige Masse. Den Großteil des Bärlauchs dazu geben und zusammen durchmixen. Schlagsahne unterheben.

Weizen abtropfen lassen und auf Teller verteilen. Gegrillten Spargel dazu legen. Sauce darüber geben. Mit restlichen Bärlauchstreifen dekorieren und sofort servieren.

Dazu passt der Rest vom Weißwein.

=====


Da das Ganze so schnell ging, gibt es von mir auch mal wieder einen Beitrag für Mipi's Dauerevent Cucina Rapida.

Sonntag, 10. April 2011

Pavlova

Wenn ich eine Passionsfrucht sehe, denke ich irgendwie automatisch an Pavlova...

Die Geschichte, dass das australische oder neuseeländische Dessert nach der russischen Ballerina Anna Pawlowa benannt wurde und Überlegungen dazu, in welchem Land es denn nun wirklich entstand, finden sich im Internet massenweise.

Mir ist das auch egal, im Prinzip ist es ein Baiser mit Sahne und Früchten - und eine perfekte Sache, wenn man übrig gebliebenes Eiweiß verwenden möchte und eine schöne Passionsfrucht erstanden hat. :-)

Man braucht etwas Zeit dafür, da der Baiser langsam trocknet und nicht mit hoher Hitze gebacken werden kann.

Dafür dauert die arbeitsame Zubereitung nur kurz: Eischnee schlagen, später Sahne, Früchte vorbereiten, alles zusammen setzen - fertig!

Was die Früchte angeht, ist man ziemlich flexibel. Ich war noch nie in Australien oder Neuseeland, dort isst man neben der Passionsfrucht wohl gerne frische Erdbeeren oder Mangos
als Fruchtdekoration. Die Kiwis scheinen für Neuseeland typisch zu sein. Ich hatte neben der Passionsfrucht und der Kiwi nur aufgetaute Him-, Erd- und Jostabeeren - frische wären schöner gewesen, aber so schmeckte es auch phantastisch.

Da ich die Torte transportiert und erst vor Ort beim Kaffeeklatsch zusammengesetzt habe, gibt's ein Foto des fertigen Baisers auf der Spielwiese.

Inzwischen ist auch hier der Frühling eingekehrt: Die roten Mini-Tulpen blühen, blauer Himmel, Sonnenschein.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Pavlova
Kategorien:Backen, Torte, Baiser, Maracuja, Australien
Menge:1 Kleine Torte (22 cm Durchmesser)

Zutaten

HBAISER
2Eiweiß (sehr kalt)
1PriseSalz
80GrammZucker
2Teel.Vanillezucker
1SpritzerZitronensaft (oder Essig)
1Teel.Speisestärke
HSAHNE UND FRISCHES OBST
200GrammSahne
1Passionsfrucht
1HandvollBeeren, möglichst frische (notfalls TK)
1Kiwi, geschält und in Scheiben, evtl. mit
1Essl.Orangenlikör mariniert

Quelle

bewährtes Standardrezept (nach verschiedenen Quellen)
Erfasst *RK* 09.04.2011 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Ein Blech mit Backpapier belegen und darauf einen Kreis von ca. 22 cm Durchmesser zeichnen. Das Backpapier umdrehen; den Kreis kann man noch erkennen. Spritzbeutel mit rundem Locheinsatz bereit legen. Backofen auf 110°C Ober-/Unterhitze bzw. 100°C Umluft vorheizen.

Eiweiß mit Salz zu sehr steifem Schnee schlagen. Zucker und Vanillezucker langsam einrieseln lassen, dabei weiter schlagen, bis der Eischnee sehr fest ist und es nicht mehr knirscht. Zitronensaft und Speisestärke vorsichtig unterheben.

Eischnee in den Spritzbeutel füllen und damit den Kreis auf dem Backblech ausfüllen. Ganz außen zweimal übereinander spritzen, so dass ein kleiner Rand entsteht. Den Baiserboden in den Backofen schieben und ca. 60-70 Minuten backen. Je nach Backofen evtl. die Temperatur etwas reduzieren, der Baiser sollte nicht braun werden. Den Backofen ausschalten, den Baiser bei geschlossener Tür 20 Minuten weiter trocknen lassen. Aus dem Ofen nehmen und gut auskühlen lassen.

Der Baiser sollte außen knusprig, aber innen noch leicht weich sein.

Die Sahne steif schlagen und auf den Baiser häufen. Mit Obst belegen und die Pavlova sofort servieren.

Tipps:

Wenn man die Zutaten verdoppelt erhält man eine größere Torte für mehr Personen. Falls man je etwas zu viel Eischnee für den Boden hat, kann man mit einer Sterntülle kleine Tupfen aufspritzen, die man später als weitere Dekoration verwenden kann.

Was das Obst angeht, ist man ziemlich flexibel: Ein Muss für mich ist die Passionsfrucht und rote Beeren, am besten frische Erdbeeren. Lecker sind auch Mangos, Pfirsiche oder Kiwis, wobei diese in Kontakt mit der Sahne schnell bitter werden, also sofort gegessen werden sollten.

Die Variante mit den marinierten Kiwi fiel mir spontan ein; sie ist bestimmt nicht original, aber sehr lecker. :-)

=====


Hier noch ein Blick auf die angeschnittene Passionsfrucht. Ich mag den aromatischen "tropischen" Geschmack dieser Frucht, die hierzulande auch oft Maracuja genannt wird.

Eine Passionsblume hatte ich früher als Pflanze im Haus. Ich glaube sogar, dass wir die aus Samen selbst gezogen hatten. Eine schöne Kletterpflanze mit sehr hübschen blauen Blüten.

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