Dienstag, 30. März 2010

Eierlikör-Trüffelmasse

Früher habe ich öfter Pralinen gemacht, in letzter Zeit nur noch sehr selten. Eigentlich finde ich es schön, wie leicht man dabei variieren und immer wieder neue Geschmackskompositionen herstellen kann.

Am Wochenende war mir nach Eierlikör und weißer Schokolade. So kam ich auf die Idee, daraus eine Ganache herzustellen. Ich habe einfach Butter, weiße Schokolade und etwas Eierlikör geschmolzen, gut gerührt und wieder abkühlen lassen.

Mir war es nach viel Eierlikörgeschmack und einer cremig-flüssigen Konsistenz, so dass ich daraus keine Kugeln formen konnte. Auf dem Foto rechts sind misslungene Eierlikör-Trüffel - das war ein Versuch: Ich habe die Masse in Pralinenförmchen gespritzt, allerdings zerlief sie wie erwartet ziemlich.

Zum Löffeln oder als Brotaufstrich eignet sich diese Ganache aber perfekt - oder man füllt Hohlkugeln damit. Für das bevorstehende Osterfest könnte ich mir eine Eiform gut vorstellen. Dazu war ich zu faul: Bei mir gab's Eierlikör-Trüffelmasse zum Löffeln. :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Eierlikör-Trüffelmasse
Kategorien:Praline, Brotaufstrich, Schokolade, Eierlikör, Ostern
Menge:1 Rezept

Zutaten

150GrammWeiße Schokolade
60GrammButter
125mlEierlikör
HFÜR TRÜFFEL *

Weiße Hohlkugeln, z.B. Ostereierform oder runde
100-150GrammWeiße Kuvertüre oder weiße Schokolade
HFÜR EIERLIKÖR-KOKOS-TRÜFFEL**
150GrammWeiße Schokolade; ca.
Kokosraspel

Quelle

Erfasst *RK* 28.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Weiße Schokolade und Butter in einem Wasserbad zusammen schmelzen, dabei immer wieder umrühren. Die Masse sollte nicht zu heiß werden. Eierlikör unterrühren und wieder vermengen, bis alles eine homogene Masse ist.

Abkühlen lassen, dabei immer mal umrühren. In ein Glas umfüllen und im Kühlschrank einige Stunden abkühlen lassen. Rauslöffeln und genießen.

* Falls man Trüffel herstellen möchte, füllt man diese Masse in Hohlkugeln. Die weiße Kuvertüre wird im Wasserbad geschmolzen und unter Rühren wieder abgekühlt, so dass sie nur leicht flüssig ist. Damit verschließt man die Hohlkugeln (das geht am besten mit einem kleinen Löffel oder einem selbstgebastelten Spritzbeutel aus Butterbrotpapier). Die Trüffel taucht man in die weiße Schokolade und lässt sie etwas anziehen. Dann rollt man sie über ein Pralinengitter, so dass sich die typischen Igelmuster bilden.

** Man kann auch ohne Hohlkugeln Pralinen herstellen, dafür benötigt man jedoch eine festere Masse. Mit 300 Gramm Schokolade statt der 150 wird die Masse schokoladiger, aber auch fester. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, nimmt weniger Eierlikör. Falls die Trüffelmasse zu flüssig ist oder wenn man es kokossiger mag, kann man auch Kokosraspeln in die Trüffelmasse hineingeben. Mit einem Teelöffel kleine Portionen abstechen und zwischen den Händen zu Kugeln rollen und in Kokosraspeln rollen, so dass die Trüffel damit überzogen sind. Kühl stellen.

Für alle Variationen gilt: Kühl aufbewahren und schnell verbrauchen!

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Das Rezept eignet sich auch wunderbar, um an der Bikinifigur 2010 zu arbeiten: Wenn man täglich davon isst, füllt man bestimmt bald auch eventuell zu groß gekaufte Bikinis. ;-)

Montag, 29. März 2010

Stangensellerie mit Pilzen

Kürzlich hatten wir (wie so oft) mal wieder Lust auf etwas chinesisches. Da sich in der Speisekammer noch Stangensellerie fand, habe ich nach einem asiatischen Rezept damit gesucht und wurde nicht so richtig fündig.

Also habe ich selbst improvisiert und etwas neues erfunden, das sich dank Internet und internationaler Verbreitung sicherlich schnell zu einem der zukünftigen Standardrezepte der chinesischen Küche entwickeln wird. ;-)

Es war nämlich total lecker!

Zweite Hauptzutat waren eingeweichte Shiitake-Pilze bzw. auf chinesisch dōnggū (冬菇) oder xiānggū (香菇).

Ich habe mal mein altes Lexikon abfotografiert, dort sieht man (wenn man draufklickt, wird das Foto größer!), dass das Wort etwas mit Winter zu tun hat. Der zweite Begriff xiānggū heißt aromatischer bzw. wohlschmeckender Pilz, das gleiche xiāng wie bei den aromatischen Auberginen hier.

Ich habe den Sellerie klein geschnitten, mit den eingeweichten Pilzen, Knoblauch und Ingwer zusammen unter Rühren im Wok angebraten. Irgendwie war mir das zu lasch und ich kam auf die Idee, dass Sichuanpfeffer vielleicht ganz gut dazu passen könnte... Also schnell gemörsert und mit geröstetem Sesamöl zusammen untergerührt. Super! :-)




















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Stangensellerie mit Shiitake-Pilzen
Kategorien:Gemüse, Sellerie, Pilz, China
Menge:1 Rezept

Zutaten

10Getrocknete Shiitake-Pilze
200mlKochendes Wasser
4StangenSellerie
1Teel.Ingwer; gehackt
1/2Teel.Knoblauch; gehackt
1Essl.Erdnussöl, ca.
1Teel.Sojasauce
1PriseSichuanpfeffer; gemörsert
1SchussGeröstetes Sesamsamenöl

Quelle

spontane Erfindung
Erfasst *RK* 25.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Pilze in kochendem Wasser einweichen.

Sellerie waschen und in ca. 1 cm große Scheiben schneiden. Erdnussöl in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen, Sellerie hineingeben und unter Rühren etwas anbraten. Pilze abgießen (Einweichwasser aufbewahren!), halbieren und dazu geben, ebenfalls Knoblauch und Ingwer. Alles etwas unter Rühren anbraten, dann das Einweichwasser der Pilze dazugeben und köcheln lassen.

Mit Sichuanpfeffer, Sojasauce und geröstetem Sesamöl abschmecken. Sofort servieren.

Dazu passt weißer, ohne Salz gekochter Reis und ein paar weitere chinesische Gerichte.

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Dazu gab's übrigens Rindfleisch mit Paprika und Tomate mit Ei. Und Reis natürlich. Ein richtig gutes Abendessen. :-)

Donnerstag, 25. März 2010

Johannisbeertörtchen

Heute war ein wunderschöner Frühlingstag mit viel Sonne. Um zu zeigen, dass auch hier der Schnee verschwunden ist, habe ich ein kleines Törtchen draußen fotografiert.

Es ist ein einfacher Biskuit, auf den eine Masse aus aufgetauten Johannisbeeren, Quark und Sahne kam. Ein paar tiefgekühlte Johannisbeeren als Dekoration - fertig.

Der Kuchen schmeckt wunderbar erfrischend, nicht allzu süß - perfekt für zwischendurch.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Johannisbeer-Quark-Torte
Kategorien:Backen, Torte, Biskuit, Johannisbeere, Quark
Menge:1 Torte mit 26 cm Durchmesser*

Zutaten

1Biskuitboden
400-600GrammJohannisbeeren; ca. (TK oder frisch)
500GrammMagerquark
2-3Essl.Grenadine-Sirup oder Cassis
0,4Ltr.Sahne
Zucker (Menge je nach Süße der Beeren)
4-6BlätterWeiße Gelatine (oder rote)
Ein paarJohannisbeeren zum Dekorieren

Quelle

eigene Kreation
Erfasst *RK* 25.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Biskuitboden in einen Tortenring oder in eine Springform legen.

Gelatine nach Packungsanweisung in Wasser einweichen. Johannisbeeren mit Quark verrühren und mit Zucker und Grenadinesirup oder Cassis abschmecken. Sahne mit etwas Zucker steif schlagen.

Die Gelatine erwärmen und die Johannisbeer-Quarkmasse darunter rühren. Diese Quark-Masse unter die Sahne heben.

Die Johannisbeer- Quark-Sahnemischung auf den Biskuitboden geben und glattstreichen. Die Torte im Kühlschrank einige Stunden kühlstellen.

Vor dem Servieren mit Johannisbeeren dekorieren.

* Ich habe eine kleine Torte mit 18 cm Durchmesser gemacht und dafür einfach einen normalen Biskuit kleiner "ausgestochen" bzw. geschnitten und die Zutaten für die Johannisbeer-Quark-Masse halbiert. Das ging prima.

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Und da ich mich nicht entscheiden konnte, wo ich das Fotomodell fotografieren sollte, habe ich es im Garten herum getragen und mehrere Fotos gemacht. Frühling ist schön. :-)

Dienstag, 23. März 2010

Mediterranes Gemüse mit Ziegenkäse

Kürzlich war ich essen und habe mich ehrlich gesagt etwas geärgert...

Für schlappe 8,90 EUR gab es eine Vorspeise, die sich überbackenes mediterranes Gemüse mit Ziegenkäse nannte - oder so ähnlich. Was an meinen Tisch kam, war ein graues Etwas, das stark den Eindruck erweckte, dass es schon mehrmals aufgewärmt und wieder abgekühlt worden wäre. Geschmack gleich null, Pappe träfe es am ehesten. Vom Gemüse war nichts mehr übrig, was noch Farbe oder Konsistenz gehabt hätte und das kleine Bisschen Ziegenkäse schmeckte nur salzig, sonst nichts. Dazu fades Industrie-Baguette. Enttäuschend.

Das kann ich besser! :-)

Eigentlich ist nichts dabei: Gemüse schnibbeln, mit Olivenöl und Knoblauch in einer Pfanne anbraten, Kräuter und Gewürze dazu - Ziegenkäse darüber (wer mag, kann ihn übergrillen), etwas Brot dazu - und genießen.

Wer vorgesorgt hat, findet im Tiefkühlgerät etwas Ratatouille, damit geht es noch schneller.

Sonst hier ein Rezept:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Mediterranes Gemüse mit Ziegenkäse
Kategorien:Vorspeise, Warm, Gemüse, Ziegenkäse, Winter
Menge:2 bis 4 Personen

Zutaten

Olivenöl
2Knoblauchzehen
1Zwiebel
1/2Aubergine
1/2Gelbe Paprika
1/2Grüne Paprika
1SchussSherry oder Rotwein
1/2-1DosePizzatomaten
Kräuter der Provence (frisch oder getrocknet)
Salz, Pfeffer
2StückeZiegenkäse
HZUM DEKORIEREN UND FÜR DEN TOUCH SÜDEN
Frische Kräuter, z.B. Basilikum

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 16.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden und bereit stellen. Olivenöl in einer Pfanne oder einem Topf erhitzen und die Auberginenstücke darin anbraten. Wenn diese einigermaßen weich sind, Zwiebel- und Knoblauchstücke dazugeben, verrühren und alles zusammen brutzeln lassen. Nun die restlichen Gemüse nach und nach dazugeben, unterrühren und etwas vor sich hin brutzeln lassen.

Mit Sherry oder Rotwein und den Pizzatomaten ablöschen, die Kräuter der Provence dazu geben und alles etwas köcheln lassen.

Das Gemüse mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ziegenkäse darüber geben, so dass er durch die Wärme des Gemüses schmilzt. Wer hat, kann frische Kräuter darüber geben.

Alternativ kann man das Gemüse in feuerfest Formen geben und kurz unter dem Backofengrill überbacken.

Dazu schmeckt Baguette.

=====


Ich mag diesen leicht zerfließenden Ziegenkäse unheimlich gerne! Das darf dann gerne auch etwas mehr sein. :-)

Wenn man eine gute Qualität erwischt, zergeht er auf der Zunge und hat diesen feinen Geschmack, dass man sich sofort in die Provence versetzt fühlt.

Leider hatte ich gerade keine frischen Kräuter da - mit einem Basilikumblatt, etwas Lavendel, Thymian, Rosmarin o.ä. wäre es natürlich noch schöner und würde noch mehr nach Süden riechen.

Inzwischen ist auch bei uns der Schnee fast weg - das Essen gab's letzte Woche, ich kam nur nicht eher zum Bloggen.

Donnerstag, 18. März 2010

Risotto alla milanese

Göttlich! Das war meine Reaktion, als ich probiert habe. Manchmal lohnt es sich, bei Klassikern nicht allzu viel zu verändern und beim Originalrezept zu bleiben.

Ich wollte seit langem mal wieder einen Risotto zubereiten. Beim Stöbern in einem Safrankochbuch, das mir der Mitkoch vor einiger Zeit geschenkt hat, bin ich fündig geworden.

Dies war das erste Rezept, das ich aus dem Buch Gold in der Küche - Das Safrankochbuch von Susanne Fischer-Rizzi gekocht habe. Ich reiche es daher beim monatlichen Blog-Event DKduW bei Foodfreak ein.

Das Buch gefällt mir gut, es enthält viele Informationen zu Safran, die mir so nicht bekannt waren. Nach einer Einleitung über Safran, woher er kommt, wie er wächst und wie oft Safran gefälscht wird, geht die Autorin auf die Rolle der Pflanze als Heilmittel ein. Bereits die Ägypter haben Safran verwendet, Hippokrates empfahl ihn als Frauenheilmittel (inzwischen weiß man, das das stimmt, dass man Safran aber in der Schwangerschaft meiden soll), im Spätmittelalter wollte man einfach alle Gebrechen damit heilen. In der ayurvedischen und in der traditionellen chinesischen Heilkunst kennt man Safran ebenfalls schon lange. In Indien ist Safran sogar eine heilige Pflanze, die u.a. gegen depressive Stimmungen und als Revitalisierungsmittel verwendet wird.

Erwiesen ist wohl, dass Safran antibakteriell, verdauungsfördernd, leberstärkend, menstruationsregulierend wirkt und eine Antitumoraktivität nachgewiesen wurde. Mehr als 1,5 Gramm pro Tag sollte man nicht zu sich nehmen, die tödliche Dosis liegt wohl bei 10 bis 20 Gramm, je nach Qualität. Da Safran in größeren Mengen scharf und vor allem bitter schmeckt und außerdem sehr teuer ist, wird das niemandem versehentlich passieren.

Um optimale kulinarische Genüsse zu erreichen, darf man nicht zu wenig und nicht zu viel davon verwenden. Safranfäden werden am besten in einem Mörser leicht erwärmt (das geht gut im Backofen), dann gemörsert und mit warmer Flüssigkeit vermischt. So wie in diesem Rezept.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Risotto alla milanese
Kategorien:Reis, Risotto, Grundrezept, Safran, Italien
Menge:2 Personen

Zutaten

1Schalotte (oder kleine oder 1/2 Zwiebel)
1Essl.Butter
200GrammRisottoreis (Arborio, Carnaroli oder Vialone)
125mlTrockener Weißwein
600-750mlBrühe (Rinderbrühe, Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe)
1Messersp.Safran
25GrammParmesan, frisch gerieben
Salz, weißer Pfeffer
1StichButter; evtl.
1Tomate
4StängelSchnittlauch

Quelle

nach einem Rezept aus dem Buch "Gold in der Küche". Das
Safrankochbuch von Susanne Fischer-Rizzi
Erfasst *RK* 03.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Brühe erhitzen und in einem Topf auf dem Herd stehen lassen, sie sollte immer heiß sein.

Schalotte würfeln. Butter in einen Topf geben, heiss werden lassen und die Schalottenwürfel darin hell anschwitzen. Den Reis einstreuen und mit einem hölzernen Kochlöffel (möglichst mit Loch) rühren, bis die Reiskörner glasig sind. Nicht zu sehr erhitzen, der Reis soll nicht anbrennen.

Mit dem Weißwein ablöschen und so lange rühren, bis er fast verkocht ist. Eine Suppenkelle voll heißer Brühe dazugeben, ständig rühren, leichte Hitze halten. Immer wenn die Flüssigkeit vom Reis fast aufgesogen ist, einen weiteren Schöpfer Brühe zugießen. Es ist wichtig, dass man (fast) ständig rührt. Insgesamt dauert es ca. 20 Minuten, bis der Reis gegart ist.

Etwa 15 Minuten vor Ende der Kochzeit den Safran in einen Mörser geben und im Backofen ca. 5 Minuten lang auf 40-50 Grad erhitzen. Mörsern, so dass er pulvrig wird. Etwa 10 Minuten vor Ende der Garzeit des Risotto den Safran in etwas Brühe auflösen und einrühren.

Den Risotto mit Salz und weißem Pfeffer (frisch gemahlen) abschmecken. Vom Herd nehmen, den frisch geriebenen Parmesan und wer mag noch einen Stich Butter einrühren. Den Risotto zugedeckt noch kurz ziehen lassen.

In vorgewärmten Suppentellern servieren. Es sieht hübsch aus, wenn man Metallkreise in die Teller stellt, diese füllt, wieder entfernt und darauf geachtelte Tomatenstücke und Schnittlauch dekorativ anrichtet.

Dazu passt ein trockener italienischer Weisswein.

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Safran erzeugt allgemein angenehme Gefühle und wirkt zudem aphrodisierend. Wer das Rezept also nachkocht, ist vorgewarnt - ich übernehme keine Verantwortung! ;-)

Die Geschichte des Gerichts ist im Buch auch aufgeführt: Zum Bau des prächtigen Mailänder Doms brauchte man viele Handwerker. Ein junger Bursche namens Alvaro kam 1574 aus den Abruzzen, aus einem Ort, der für Safrananbau bekannt war. Ihn plagte das Heimweh nach den Bergen und den mit zartlila Safrankrokussen bedeckten Feldern seiner Heimat. Seine Mutter hatte ihm etwas Safran mitgegeben - damit versuchte er, das fade Mailänder Reisgericht zu verbessern. Das funktionierte; daneben verschwanden Heimweh und Trübsinn. Beides (Genuss und gute Laune) sprach sich herum und die neue Rezeptur eroberte erst Mailand und dann die Welt.

Ich habe etwas im Internet gesucht, es gibt auch andere Geschichten zur Entstehung des Gerichts. Egal welche stimmt - Risotto alla milanese schmeckt einfach göttlich.

Montag, 15. März 2010

Fisch mit Fenchel und Kartoffeln

Wir essen selten ein 3-Gänge-Menü. Meist bin ich nach 2 Gängen satt - was sicher daran liegt, dass diese so reichhaltig ausfallen... ;-)

Der Suppenkasper wünscht sich ein 3-Gang-Menü für unter 9,99 Euro pro Person im aktuellen Blog-Event des Kochtopfs. Eigentlich ist ein Menü für Freunde, Bekannte und Verwandte gewünscht - ich war im Event-Zeitraum so viel unterwegs, dass für Einladungen keine Zeit blieb; es ist ein Menü für 2 Personen.

Vorspeise und Dessert habe ich die letzten Tage schon gebloggt, hier kommt die Hauptspeise.

Uns haben frische Tilapia-Filets angelacht, die ich mit einer Panade mit Parmesan würzig zubereiten wollte, dazu gab es schönen Fenchel, den ich gerne mit Tomaten kombiniere. In der Speisekammer fanden sich noch Kartoffeln - immer lecker aus dem Backofen.

Herausgekommen ist ein leckeres Hauptgericht, das einen leicht mediterranen Touch hat. Die Fischfilets sind kräftig genug, um gegen die Parmesan-Panade und das Fenchel-Tomaten-Gemüse zu bestehen, der angebratene Fenchel schmeckt knackig-klasse und die Backofen-Kartoffeln waren optimal: innen weich, außen knusprig.



Hier ist das Rezept:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Parmesan-paniertes Fischfilet mit Fenchel und Backofen-Kartoffeln
Kategorien:Fisch, Gebraten, Fenchel, Kartoffel, Backofen
Menge:2 Personen

Zutaten

HBACKOFENKARTOFFELN
4-6Kartoffel, je nach Größe
Olivenöl
Salz
HFENCHEL-GEMÜSE
1Fenchelknolle
1Schalotte
1Knoblauchzehe
1Knoblauchzehe für die Fenchelscheiben, wer mag
EtwasOlivenöl
2-3SchussPastis (oder anderer Anisschnaps)
1DosePizzatomaten
1Teel.Kräuter der Provence o.ä.
Salz, Pfeffer
HFISCH
2Tilapia-Filets o.ä.
Salz, Pfeffer
1Ei
1HandvollParmesan; frisch gerieben
EtwasMehl
EtwasPanko
Butterschmalz

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 14.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden in eine hohe Backform geben. Olivenöl darübergeben, gut mischen. Nicht salzen!!! Im Backofen bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen, dabei ab und zu umrühren.

Die Hälfte der Fenchelknolle in dünne Scheiben schneiden, den Rest fein hacken.

Schalotte und Knoblauch hacken, zusammen mit den Fenchelwürfeln in Olivenöl andünsten. Mit Pastis und den Pizzatomaten ablöschen. Gewürze zugeben und köcheln lassen.

Die Fenchelscheiben in etwas Olivenöl und wer mag etwas gescheibeltem oder gehacktem Knoblauch anbraten. Wer mag, kann noch einen Schuss Pastis o.ä. dazugeben. Am Schluss salzen und pfeffern.

Ei mit Parmesan, Salz und Pfeffer verquirlen und in einen flachen Teller oder eine Panierschale geben. Auf einem anderen Teller etwas Mehl und Panko platzieren. Tilapia-Filets erst in der Mehl-Panko- Mischung, dann in der Ei-Parmesan-Masse wenden. Evtl. am Schluss noch etwas Mehl-Panko-Mischung auftragen oder den Vorgang wiederholen, so dass eine schöne Panade entsteht.

Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Die panierten Fischfilets von jeder Seite ca. 4 Minuten braten. Sie sollen goldbraun und gerade durch sein. Mit etwas Küchenpapier von zu viel Fett befreien.

Fisch und Tomaten-Fenchel-Gemüse auf Tellern anrichten. Die Kartoffeln aus dem Backofen holen und dazu geben. Jetzt erst salzen! Die gebratenen Fenchelscheiben darüber drapieren. Genießen.

=====


Die Idee mit dem Event-Thema finde ich klasse. Eine Motivation, meinen Blog zu führen, ist es auch darzustellen, dass man mit einfachen, gerne auch guten und ökologisch hergestellten, aber preiswerten, oft regionalen und jahreszeitlichen Zutaten leckere und gesunde Gerichte herstellen kann, die wenig Zeit und Können benötigen und weniger kosten als Fertigzeugs. Robert hat es gut formuliert, auch ich bin zurzeit in der glücklichen Lage, nicht allzu sehr auf den Preis schauen zu müssen, erinnere mich aber gut daran, dass es auch schon deutlich anders war. Wir essen im Normalfall ziemlich einfach, Ausnahmen bestätigen die Regel und werden dann besonders genossen.

Dies hier war eine Ausnahme: Der Ziegenkäse war super Qualität und zerging auf der Zunge, auch Salat, Fisch und Fenchel waren etwas teurer. Der Nachtisch erforderte Vorbereitungszeit.

Die Preise sind teils vom Kassenzettel abgelesen und gerundet, teils wirklich nur grob geschätzt. Grobe Kalkulation des Menüs:
  • Tatsoi-Salat mit Ziegenkäse: Tatsoi 2 €, Ziegenkäse 4 €, Vinaigrette und Brot 1,50 €.
  • Fisch mit Fenchel und Kartoffeln: Kartoffeln 0,50 €, Fenchel 1,50 €, Fisch 5 €, Ei 0,25 €, Rest ca. 2 €.
  • Crème brûlée: Sahne 1 €, Milch 0,20 €, Vanilleschote 0,50 €, Eier 0,75 €, Rest ca. 0,50 €.
Gesamtsumme: ca. 19,70 € für 2 Personen und damit viel Genuss für knapp unter 9,99 Euro pro Person.

Sonntag, 14. März 2010

Tatsoi-Salat mit Ziegenkäse

Mir war es nach etwas knackig-grünem - und da die Läden keinen Postelein anboten, kam mir der Tatsoi gerade richtig.

Den kannte ich bisher nur von Mestolo - da gab's Risotto mit Gorgonzola und Tatsoi, was sehr lecker aussah. Anscheinend ein asiatisches grünes Gemüse - wahrscheinlich habe ich ihn also schon gegessen und kann mich nur nicht erinnern. ;-)

Wir haben ihn mit einer zitronigen Vinaigrette angemacht und wunderbaren Ziegenkäse dazu gegessen. Ein leckerer Auftakt zum 9,99 € Menü. Die Hauptspeise und Kalkulation kommen morgen.
























==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Tatsoi-Salat mit Zitronen-Vinaigrette und Ziegenkäse
Kategorien:Salat, Kalt, Tatsoi, Ziegenkäse, Vorspeise
Menge:2 bis 4 Personen

Zutaten

4-8HandvollTatsoi (oder ähnliches, grüne knackige
-- Salatblätter)
100GrammZiegenkäse mit Paprika-Kräuter-Rand
HVINAIGRETTE
1Schalotte
1Knoblauchzehe
1Unbehandelte Zitrone; Saft und Zeste
Salz, Pfeffer
1Teel.Honigsenf
1Messersp.Harissa (wer mag)
3-4Essl.Olivenöl; ca.

Quelle

eigene Kreation
Erfasst *RK* 14.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Schalotte und Knoblauch fein würfeln. Von der Zitrone Zesten reißen oder die Schale dünn abschälen oder etwas Zitronenschale abreiben. Die Zitrone auspressen.

In einer Schüssel Schalotten- und Knoblauchwürfel, Senf, Salz, Pfeffer, Harissa mischen, Zitronensaft (Menge je nach Geschmack, abhängig von der Größe der Zitrone) zufügen und alles gut verrühren. Olivenöl unterrühren.

Salat waschen und auf Teller geben. Mit dem Zitronen-Dressing beträufeln. Den Käse aufschneiden und dazu geben.

Dazu passt eine Scheibe Brot, z.B. Baguette oder Dinkelvollkornbrot.

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Samstag, 13. März 2010

Crème brûlée

Ab und zu improvisiere ich wild herum, aber manchmal mag ich auch bewährte Klassiker. Die Mischung macht's, finde ich.

So gab es vor ein paar Tagen wieder einmal eine klassische Crème brûlée. Sie ist einfach herzustellen, eigentlich mischt man nur Sahne und Milch mit einem Geschmacksträger (hier war es Vanille, sehr zu empfehlen ist auch Ingwer), schlägt Eigelb mit Zucker weißlich-cremig, mischt alles, kühlt die Masse ab und karamellisiert sie.

Die gebrannte Creme braucht durch die Ruhezeiten ziemlich viel Vorbereitungszeit. Wenn man das einplant, hat man ein wunderbares Dessert.

Interessant finde ich auch, dass so gutes gar nicht teuer sein muss. Deshalb ist die Crème brûlée mein 3. Gang des 9,99 € Menüs. Der Rest kommt noch.


















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Crème brûlée
Kategorien:Süßspeise, Warm, Sahne, Grundrezept
Menge:2 bis 4 Portionen

Zutaten

200GrammSahne
200mlMilch
1Vanilleschote
30GrammIngwer
2Essl.Zucker
2-3Eigelb
EtwasBrauner Rohrzucker

Quelle

Standardrezept
Erfasst *RK* 07.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Vanilleschote längs halbieren, das Vanillemark herausschaben. Die Sahne mit der Milch und der Vanilleschote sowie dem Mark aufkochen. Etwas abkühlen und dann über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Die Vanille-Sahnemilch am nächsten Tag durch ein Sieb gießen und wieder erwämen, nicht aufkochen.

Die Eigelbe mit dem Zucker weiß-schaumig schlagen. Die Vanille- Sahnemilch unterrühren. Diese Masse in feuerfeste Förchmchen gießen.

Die Förmchen in eine Fettpfanne o.ä. geben, diese ca. 1,5 cm hoch mit Wasser füllen (aufpassen, dass kein Wasser in die Cremetöpfchen kommt) und in den Backofen stellen. Bei 100-150 Grad ca. 70-90 Minuten garen. Die Temperatur und Zeitdauer ist vom Backofen abhängig, es muss heiß genug sein, dass das Wasser leicht kocht und die Masse stockt.

Aus dem Ofen nehmen und zum Abkühlen für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen.

Rohrzucker auf die Creme streuen und mit einem Bunsenbrenner, einer Lötlampe, einem Karamellisier-Eisen o.ä. überflammen, so dass der Zucker karamellisiert. Es funktioniert auch mit dem Grill im Backofen.

Anmerkungen:

Die gebrannte Vanillecreme eignet sich wunderbar als Dessert zu einem festlichen Menü. Sie lässt sich gut vorbereiten und muss vor dem Servieren nur noch kurz karamellisiert werden.

Man kann prima variieren: Ich mag Crème brûlée gerne statt mit Vanille mit Ingwer, Teeblättern, Zitronen- oder Orangenzesten aromatisiert. Auch weihnachtlich mit Zimt schmeckt sie gut.

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Zum Karamellisieren benutze ich einen Bunsenbrenner aus dem Baumarkt.

Diesmal hatte ich ihn etwas zu heftig eingestellt... ;-)

Das sollte man eigentlich nicht tun, sonst bekommt das Ganze nämlich einen Beigeschmack von Gas. Also nur eine leichte blaue Flamme erzeugen und damit den Zucker malträtieren. So bleibt auch der Rand der Förmchen appetitlich weiß.

Donnerstag, 11. März 2010

Pastinaken-Gnocchi

Kürzlich gab es ja den Pastinaken-Event und seitdem kann ich von Pastinaken nicht genug kriegen. :-)

Paule erwähnte etwas von Gnocchi aus Pastinaken und lieferte den Link gleich dazu. Das konnte ich mir vom Geschmack und der Konsistenz ganz gut vorstellen, allerdings war ich etwas skeptisch, weil meine letzten Gnocchi und vorletzten Knödel ja beide nicht ganz so fluffig wurden, wie ich mir das gewünscht hatte.

Aber ich bin ja mutig und irgendwann muss es klappen... Also habe ich mir das Rezept von Nooschi ausgedruckt. Parsnip and Chive Gnocchi nannte es sich und allein das Foto sah schon zum Anbeißen aus.

Das Rezept war sehr einfach. Ich hatte etwas weniger Pastinaken, die Menge war dann perfekt für 2 hungrige Esser. Mehl dazu, etwas Paniermehl (weil mir die Masse zu feucht war und ich mich an den Tipp von Heidi erinnerte), Parmesan und frisch geschnittener Schnittlauch, vermengen, köcheln, abtropfen - fertig.

Das Ergebnis ist echt der Hit - wir konnten gar nicht genug davon kriegen und waren vom Geschmack und der Konsistenz absolut begeistert. Ich spreche eine eindeutige Nachkochempfehlung aus!!!

Ein herzlicher Dank geht an Paule für den Tipp und an Nooschi für das super Rezept. Das sind jetzt unsere Lieblings-Gnocchi. :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Pastinaken-Schnittlauch-Gnocchi
Kategorien:Teigware, Knödel, Pastinake
Menge:2 Portionen

Zutaten

2groß.Pastinaken (ca. 300-350 Gramm)
1TasseMehl
1/4TasseParmesan, frisch gehobelt
1Essl.Paniermehl
1Essl.Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
Salz, weißer Pfeffer
Salzwasser
HZUM SCHWENKEN UND SERVIEREN
1-2Essl.Butter und/oder Olivenöl
1/2Knoblauchzehe
EtwasParmesan
EtwasSchnittlauch

Quelle

nach Parsnip and Chive Gnocchi im Blog von Nooschi
http://www.nooschi.com/2009/07/parsnip-and-chive-gnocchi.
html
Erfasst *RK* 07.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Pastinaken schälen, in Stücke schneiden und in kochendem Wasser weich kochen. Das dauert ca. 15 Minuten. Abgießen und gut ausdampfen lassen. Das ist wichtig, damit möglichst viel Flüssigkeit verdampft! Ich habe die Pastinaken im Topf mit einem Kartoffelstampfer zermanscht, so sind sie glaube ich optimal abgedampft. Abkühlen lassen.

Salzwasser zum Kochen bringen.

Das Mehl (möglichst gesiebt) zu den Pastinaken geben und gut vermengen. Parmesan und Schnittlauchröllchen dazugeben und vermischen. Das geht am besten mit den Händen. Am Schluss das Paniermehl und die Gewürze dazugeben.

Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben und aus der Masse ca. 2-3 cm dicke Würste formen. Diese mit einem Messer in ca. 1,5 cm dicke Stücke schneiden. Wer mag, kann diese Stücke mit einer Gabel etwas platt drücken, so dass einige leichte Vertiefungen entstehen.

Die Gnocchi in das Salzwasser gleiten lassen und Hitze garen. Wenn sie an die Oberfläche kommen und dort schwimmen, sind sie fertig. Abgießen und abtropfen lassen.

In einer Pfanne o.ä. etwas Butter und/oder Olivenöl erhitzen. Knoblauch in feine Ringe schneiden, im Fett ganz leicht anbraten lassen. Die Gnocchi dazu geben und darin schwenken. Mit Schnittlauch und frisch geriebenem Parmesan garniert servieren.

Die Gnocchi kann man einfach so, pur essen. Sie schmecken wirklich klasse. Wir hatten Hüftsteak vom argentinischen Rind dazu, in der Grillpfanne ausgebraten, nur leicht mit Salz und Pfeffer gewürzt. Dazu einen spanischen Rotwein. Super Kombination!!!

=====


Das nächste Mal gebe ich mir etwas mehr Mühe beim Formen der Gnocchi. Etwas kleiner sehen sie bestimmt eleganter aus, aber ich hatte Hunger! ;-)

Bei uns gab's Rindersteak dazu, kurz angebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Das war ein phantastisches Sonntagsessen.

Montag, 8. März 2010

Cappuccino-Kirsch-Torte

Schnee, Kälte, Glatteis, zwischendurch wenig Sonne und blauer Himmel, häufiger kleine Schneegestöber. Bei dem winterlichen Wetter brauche ich Torte... ;-)

Dieses Wochenende hatte es wieder einiges an Schnee hingeworfen. Beim Schneeschippen waren die Katzen mit draußen und haben fleißig verfolgt, was wir denn da so tun.

Nachdem der letzte Kuchen schon eine Weile her ist und ich inzwischen Quark und auch Cappuccinopulver gekauft habe, war am Sonntag Kuchenbacken angesagt. Das Rezept lag schon auf dem Tisch und los ging's.


Im Prinzip wird ein Rührteig mit Kakao aufgepeppt, gebacken, mit Kirschkompott bezogen, darauf kommt eine Creme aus Quark, Sahne und Cappuccino. Ich mag die Torte eigentlich ganz gerne. Sie ist relativ unkompliziert: Irgendwie hatte ich trotzdem im Tran oder durch eingefrorenes Gehirn (?) sowohl Speisestärke im Teig als auch das Beträufeln mit Amaretto vergessen, aber es ging auch so.

Mir schmeckt die Cappuccino-Kirsch-Torte ganz gut. Nichts absolut geniales, aber ein schöner Sonntagskuchen mit Kaffeegeschmack, leicht säuerlich durch den Quark, obstig-kirschig und leicht zimtig - perfekt bei solchem winterlichen Wetter.

Das nächste Mal probiere ich, das seltsame Fertigpulver, das sich angebrochen nur 4 Wochen hält und daher nachher gleich entsorgt wird, zu ersetzen. Wenn man Sahne aufkocht, mit Kaffeepulver ziehen lässt, über Nacht abkühlt und dann durchsiebt, müsste das doch auch funktionieren... Ich habe das im Rezept so vermerkt.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Cappuccino-Kirsch-Torte
Kategorien:Backen, Torte, Rührteig, Kirsche, Kaffee
Menge:1 Torte

Zutaten

HFÜR DEN RÜHRTEIG
125GrammWeiche Butter oder Margarine
75-100GrammZucker*
1Essl.Vanillezucker
1PriseSalz
2Eier (zimmerwarm)
200GrammMehl
50GrammSpeisestärke
2gestr. TLBackpulver
20GrammKakaopulver
4-8Essl.Milch*
HZUM BESTREICHEN
3Essl.Mandellikör (Amaretto o.ä.)
HFÜR DAS KIRSCH-KOMPOTT
1GlasKirschen mit Saft (Füllmenge 680 Gramm)
25GrammSpeisestärke
EtwasGemahlener Zimt
HALTERNATIV AUS FRISCHEN KIRSCHEN
500GrammSüßkirschen
250mlKirschsaft
25GrammSpeisestärke
2Essl.Zucker
1/2Zimtstange
1Zitrone (unbehandelt); die Schale
HFÜR DIE QUARKCREME
4BlätterWeiße Gelatine
500GrammMagerquark
2Essl.Zucker; ca.
2Essl.Vanillezucker
200mlSahne
5Essl.Instant-Cappuccino-Pulver*
HZUM BESTÄUBEN
Kakaopulver

Quelle

nach Dr. Oetker Buch: Modetorten
Erfasst *RK* 07.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Evtl. Backofen vorheizen (s.u.). Eine Springform (Ø 26 oder 28 cm) am Boden mit Backpapier auslegen und bereit stellen.

Für den Rührteig Butter oder Margarine auf höchster Stufe rühren, bis die Masse weiß-cremig wird. Nach und nach Zucker, Vanillezucker und Salz unterrühren. So lange rühren, bis eine gebundene Masse enstanden ist. Eier nach und nach unterrühren (jedes Ei etwa ½ Minute). Mehl und Speisestärke, Backpulver und Kakao mischen, sieben und abwechselnd portionsweise mit Milch auf mittlerer Stufe unterrühren.

Den Teig in die Springform füllen und glattstreichen. Die Form auf dem Rost in den Backofen schieben.

:Ober-/Unterhitze: etwa 180 ºC (vorgeheizt)
:Heißluft: etwa 160 ºC (nicht vorgeheizt)
:Gas: Stufe 2-3 (nicht vorgeheizt)
:Backzeit: etwa 25 Min.

Den Kuchen aus der Form lösen und auf einem Kuchenrost erkalten lassen.

Um den erkalteten Tortenboden einen Tortenring (oder den Rand der Springform) legen.

Für das Kompott den Kirschsaft durch ein Sieb in einen Topf gießen. Kirschen in eine Schüssel geben. 5 Esslöffel des Kirschsaft in ein kleines Schüsselchen geben, Speisestärke darunter rühren. Den Rest des Kirschsafts in dem Topf zum Kochen bringen. Von der Kochstelle nehmen, schnell die Speisestärke-Kirschsaft-Mischung unterrühren, so dass alles andickt. Zurück auf den Herd geben und nochmals aufkochen lassen; dabei sollte es schön blubbern. Rühren. Die Kirschen und Zimt nach Geschmack unterrühren.

Falls man frische Kirschen verwendet, diese waschen, entstielen und entsteinen. Speisestärke mit 4 Eßlöffeln von dem Kirschsaft anrühren. Den restlichen Saft mit Zucker, Zimtstange und Zitronenschale aufkochen. Speisestärke einrühren und nochmals aufkochen lassen. Zimtstange und Zitronenschale entfernen. Die Kirschen unterrühren, kurz erhitzen.

Den Tortenboden mit Mandellikör beträufeln. Das etwas abgekühlte Kirschkompott daauf verteilen und abkühlen lassen.

Für die Quarkcreme Gelatine nach Packungsanweisung in wenig kaltem Wasser einweichen. Quark und Vanillezucker glattrühren. Gelatine ausdrücken, in einen Topf geben, diesen erhitzen und die Gelatine somit auflösen. Nach und nach die Quarkmasse unter diese warme, geschmolzene Gelatine rühren.

Sahne mit Zucker verrühren, steif schlagen und mit dem Cappucchino- Pulver mischen. Die Quarkmasse unterheben. Die Cappucchino-Sahne- Quark-Masse auf das erkaltete Kompott streichen und die Torte kalt stellen. Die Torte vor dem Servieren dick mit Kakao bestäuben.

Anmerkungen Barbara 2007:

* Ausprobiert mit Kompott aus Glaskirschen.
* Der Teig benötigte bei mir deutlich mehr Flüssigkeit als die 4 Essl. Milch, habe mehr Milch und etwas Rum genommen.
* Statt Amaretto zum Beträufeln des Bodens Kirschwasser und Rum verwendet.

Anmerkungen Barbara 2010:

* 75 Gramm Zucker im Teig reichen, finde ich.
* Ich hatte aus Versehen die 50 Gramm Speisestärke im Teig vergessen. Das Rezept funktionierte auch so, war aber nicht ganz so locker und hoch...
* Ich brauchte wieder deutlich mehr Milch und habe die Zutaten entsprechend angepasst.
* Die Zutatenliste der diversen Instant-Cappucchino-Pulverchen finde ich nicht so toll. Das nächste Mal evtl. am Vortag Sahne aufkochen, mit etwas normalem Kaffeepulver ziehen lassen und in den Kühlschrank stellen. Abgießen und verwenden, etwas mehr Zucker zugeben. Das müsste auch nach Kaffee bzw. Cappuccino schmecken.

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Freitag, 5. März 2010

Couscous mit Gemüse, Lamm und Zwiebeln

Dieses Gericht haben wir vor ein paar Jahren häufiger gemacht. Es eignet sich wunderbar, wenn man großen Gemüseappetit hat und als Beilage mal etwas anderes möchte. Couscous ist schnell zubereitet, hat diesen orientalischen Touch und schmeckt mir richtig gut.

Im Prinzip bereite ich Gemüse vor, möglichst bunt, schnibble es nicht allzu klein und brate es an. Separat quillt der Couscous und nachher wird beides zusammen serviert.

Damit kann man auch wunderbar variieren. Unsere Lieblingsversion besteht aus einem Berg Gemüse, etwas angebratenem Lamm und roten Zwiebeln, die der Mitkoch liebevoll karamellisiert. Lecker!!!



















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Gemüsiger Couscous mit Lamm und karamellisierten Zwiebeln
Kategorien:Getreide, Couscous, Lamm, Gemüse, Marokko
Menge:2 bis 4 Personen

Zutaten

HGEMÜSE *
Öl
3Knoblauchzehen
1StückIngwer (ca. haselnussgroß)
1/2-1Rote Chilischote
1/2Aubergine
2Karotten
1Pastinake
1Zucchini
1Rote Paprika
1/2Gelbe Paprika
1HandvollGrüne Bohnen
1Frühlingszwiebel
1HandvollSpinat
1Teel.Harissa (wer mag)
HGEWÜRZE
1/2-1Teel.Salz
1/2Teel.Schwarzer Pfeffer
1/2-1Teel.Kreuzkümmel
1PriseBockshornkleesamen
1PriseFenchelsamen
1PriseKoriander
1PrisePiment
HFÜR DEN COUSCOUS
240GrammInstant-Couscous
360mlWasser
HLAMM **
4Lammlachse, Lammfilets, o.ä.
EtwasÖl
HKARAMELLISIERTE ZWIEBEL
2Rote Zwiebeln
EtwasÖl
Zucker

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 02.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Gemüse in mundgerechte, nicht allzu kleine Stücke schneiden.

Eine große Pfanne, einen Wok o.ä. erhitzen, Öl hinzugeben und die Auberginenstücke hineingeben. Anbraten, dabei immer mal rühren, dass sie nicht anbraten. Nun kommen Zucchini, Karotten, Knoblauch, Ingwer und Chili dazu und werden ebenfalls angebraten. Kurz darauf gibt man Paprika und Bohnen dazu und lässt diese mit schmurgeln. Dann folgen die Frühlingszwiebel und Pastinakenstücke - alles unterrühren und garen lassen, bis die Gemüse fast gar sind. Dabei ab und zu umrühren.

Parallel kann sich ein zweiter Koch um das Topping kümmern: Für die karamellisierten Zwiebeln schneidet man die Zwiebel in feine Scheiben und brät sie bei wenig Hitze mit etwas Öl in einer Pfanne an, so dass sie "durch" und weich werden. Dann streut man Zucker nach Geschmack darüber und rührt etwas, so dass die Zwiebeln karmamellisieren. Sie werden dadurch knusprig.

Servierplatte vorwärmen.

Fünf Minuten vor Ende der Garzeit des Gemüses überschüttet man den Couscous mit kochendem Wasser und lässt ihn quellen.

Parallel brät man die Lammlachse in etwas Öl in einer Pfanne an, immer mal wenden. Sie sollten innen noch rosa sein.

Die Gewürze zusammen mörsern, den Großteil in das Gemüse geben. Einen kleinen Teil zu dem Lamm geben.

Spinat zum Gemüse geben und zusammenfallen lassen. Mit Harissa abschmecken.

Nun sind alle Komponenten halbwegs zeitgleich fertig geworden. Man lockert den Couscous mit einer Gabel etwas auf und gibt ihn auf eine große (am besten vorgewärmte) Servierplatte - möglichst bergig. Darüber drapiert man das Gemüse. Die Lammstücke richtet man optisch halbwegs schön darüber und deckt den ganzen Couscous-Gemüse-Lamm- Berg mit karamellisierten Zwiebeln ab.

Jeder nimmt sich davon und genießt. Die Kombination des neutral schmeckenden Couscous mit den vielen verschiedenen Gemüsen, die alle ihren Eigengeschmack herausschmecken lassen, dazu etwas Fleisch und das knackig-süßliche der roten Zwiebeln ergibt Geschmacksexplosionen im Mund. :-)

* Was das Gemüse angeht, kann man wunderbar variieren. Man sollte nur darauf achten, erst das etwas härtere Gemüse, das länger braucht, anzubraten und nach und nach die anderen dazugeben, so dass nichts zu weich oder matschig wird, sondern die Gemüse noch ganz leicht Biss haben.

** Statt Lamm schmeckt auch Rind oder Schaf bzw. Hammel. Dann vielleicht ein paar Blättchen Pfefferminze als Dekoration. Man kann das Fleisch natürlich auch weglassen und hat dann ein wunderbares vegetarisches Gericht.

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Dies ist mein Beitrag für den 5. mediterranen Kochevent, den Tobias diesmal zum Thema Marokko veranstaltet.

Marokko kenne ich leider nicht besonders gut, dabei interessiert es mich - schöne Landschaft, interessante Menschen, Kultur. Ich könnte mir gut vorstellen, das Land mit einem geländegängigen Fahrzeug ein paar Wochen zu erkunden.

Einen ersten Einblick konnte ich durch eine Woche in Marrakesch gewinnen. Den Djemaa el-Fna fand ich natürlich interessant, aber auch das Stromern durch die Gassen und Straßen der Stadt.

Mittwoch, 3. März 2010

Pasta mit Spinat-Gorgonzola-Sauce

Langsam wird es frühlingshafter - beim türkischen Laden gab es schon frischen Spinat zu kaufen. Das frische knackige Grün mag ich sehr gerne - diesmal mit Bavette, einer Gorgonzolasauce und Pinienkernen.

Um zu zeigen, dass bei uns noch etwas Schnee geblieben ist, habe ich unser gestriges schnelles Mittagessen draußen fotografiert.



















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Pasta mit Spinat-Gorgonzola-Sauce
Kategorien:Teigware, Nudel, Spinat, Schnell
Menge:2 Personen

Zutaten

250GrammNudeln (z.B. Bavette oder Spaghetti)
Salzwasser
1HandvollPinienkerne
150-200GrammGorgonzola
Milch oder Sahne
EtwasOlivenöl
1Knoblauchzehe
1/2Rote Peperoni oder Chili
1TüteSpinat
Salz, Pfeffer

Quelle

Standardrezept
Erfasst *RK* 03.03.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Salzwasser erhitzen und Pasta darin nach Packungsanweisung al dente kochen.

Gorgonzola mit Sahne oder Milch in einem Topf bei kleiner Hitze schmelzen.

Pinienkerne in einer Pfanne erhitzen, ab und zu wenden. (Dabei bleiben! Sonst kann es passieren, dass sie verbrennen...) Beiseite stellen.

Knoblauch hacken, Peperoni oder Chili in Streifen schneiden. Spinat waschen, verlesen und in kleinere Stücke schneiden. Etwas Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Knoblauch und Peperoni bzw. Chili erhitzen. Spinat dazu geben - erst die Stiele, danach die Blätter. Zusammenfallen lassen und würzen. Gorgonzolasauce unterheben.

Pasta abgießen und unter die Spinat-Gorgonzola-Sauce heben. Servieren.

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