Freitag, 9. April 2010

Butter selber machen

Kürzlich habe ich ins Promi Dinner reingespechtet und gesehen, wie Maite Kelly selber Butter hergestellt hat: Sie hat Sahne in ein Gefäß gegeben, dies dem Ehemann in die Hand gedrückt - und der musste schütteln, bis sich die Butter absetzte. Interessant. Eigentlich ganz einfach.

Lustigerweise sah ich kurz darauf bei Jessie ihre etwas weniger anstrengende Vorgehensweise zur Herstellung von selbstgemachter Butter. Da Zorra in Spanien Schwierigkeiten hat, Buttermilch zu bekommen, blieb das hängen.

Und da ich neugierig bin, musste ich einfach selber ausprobieren, wie man Butter macht. :-)

Bei Jessie gibt's eine ausführlichere Anleitung mit vielen Fotos.
Details über Butter allgemein, die Geschichte der Butter und die Prozesse, die dabei ablaufen, finden sich bei Wikipedia.

Ich schätze, die Qualität der Sahne spielt natürlich eine Rolle. Ich habe auf die Schnelle wieder mal nur "normale" Supermarktsahne mit dem umstrittenen Carrageen bekommen und war erst skeptisch, ob es damit funktionieren würde. Tat es aber. Die Butter schmeckte wie "normale" Butter. Ich schätze, wenn man richtig gute Sahne bekommt, schmeckt das Ergebnis noch besser.

Wenn ich also einmal wieder keine Butter aber viel Sahne zu Hause habe, mache ich bestimmt wieder Butter selber. Oder einfach so: Es macht nämlich Spaß. :-)

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Butter selber machen
Kategorien:Grundrezept, Butter
Menge:135 Gramm Butter und knapp 250 ml Buttermilch

Zutaten

2BecherSüße Sahne; à 200 g
EtwasMeersalz; wer mag

Quelle

Idee von Jessie
http://www.thehungrymouse.com/2010/03/22/homemade-butter/
Erfasst *RK* 02.04.2010 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Die Sahne in eine Rührschüssel geben und mit der Küchenmaschine so lange rühren, bis sich kleine Butterflöckchen von einer wässrigen Flüssigkeit trennt. Vorsicht, das spritzt!

Weiter rühren, aus den Butterflöckchen entstehen einige kleinere Butterklumpen.

Alles in ein Sieb geben und die Flüssigkeit abtropfen lassen. Am Schluss die Hände dazu nehmen und ausdrücken, bis (fast) keine Flüssigkeit mehr aus der Butter austritt.

Wer mag, kann die Butter mit einem Hauch Salz aromatisieren.*

Die Butter nach Belieben formen und im Kühlschrank lagern. Sie hält sich wie normale Butter, ich schätze ca. 1 Woche.

Die Buttermilch kann man trinken oder weiter verarbeiten.

* Man kann natürlich auch Kräuterbutter, Bärlauchbutter, usw. daraus herstellen.

=====

Kommentare:

Heidi hat gesagt…

Toll Barbara, ich will das schon ewig lang ausprobieren! Angeblich gehts im TM ja total super. Wieviel Butter hast du denn rausgekriegt aus den 2 Bechern? Wirklich die 135 Gramm ? Und Was übrig bleibt ist schon Buttermilch?

Barbara hat gesagt…

@ Heidi: Ja, 135 Gramm, ich habe sie gewogen. Aus der Buttermilch hätte man wohl noch etwas mehr rauskriegen können, ich hatte ein grobes Sieb und war zu faul.
Die Flüssigkeit müsste eigentlich Buttermilch sein, allerdings schmeckte sie etwas anders als gekaufte und hatte auch kleine Butterklümpchen drin. Aber lecker.

Arthurs Tochter hat gesagt…

Was kann weniger anstrengend sein, als dem Ehemann die Schüttelarbeit zu überlassen? ;)
Meine Tochter fabriziert ständig Butter - beim Versuch, Sahne zu schlagen. :)

Bettina hat gesagt…

Super, auf die Idee Butter selber zu machen bin ich noch nie gekommen - Käse gab´s ja schon, und jetzt muss ich das mit der Butter auch unbedingt mal testen! Toll! :-)

zorra hat gesagt…

Ich hab das Promi-Dinner auch gesehen, mir tat ja der Ehemann etwas leid. ;-)

Du hast mich überzeugt, ich werd bald auch mal Butter machen, vorallem da es mit Carrageen-Rahm auch funktioniert.

Bolli's Kitchen hat gesagt…

na ja, in D. gibt's ja auch keine gescheite Butter mit fleur de sel......Da muss man die ja auch selber machen, ich kaufe meine gleich....

Dinkelhexe hat gesagt…

Butter mache ich auch oft selbst. Wenn das Haltbarkeitsdatum von Schlagsahne abgelaufen ist, wird sie "verbuttert". Von meiner Oma habe ich noch ein altes Gefäß zum Butter rühren. Dabei kann ich in Ruhe noch schöne Erinnerungen an die gemeinsamen Unternehmungen mit der Oma aufleben lassen.

* Das Butterglas ist auf dem Dinkelhexen-Blog zu sehen ;o)

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Renate

Schnick Schnack Schnuck hat gesagt…

Das kommt mir doch bekannt vor? Macht Spaß, oder?

Suse hat gesagt…

Menn, das wollte ich ja auch schon längst mal machen...
Ich bekomme ganz tolle Sahne vom Biohof, die ist mir in geschlagenem Zustand eh schon zu fest. Die müsste perfekt dafür sein.

Milliways hat gesagt…

Tihi... wenn meine Mutter früher Kuchen backen wollte und ich sie damit genervt habe, dass ich auch mal das Handrührgerät halten wollte (aber der Teig für mich noch zu stark war), hatte sie mir einfach einen Becher Sahne in ein Rührgefäß gekippt und ich war für die nächste Zeit beschäftigt und meine Mutter hatte ihre Ruhe *g*.

Schnulli hat gesagt…

Ich hab mit meinen Jungs auch schon oft Butter selbst gemacht, sie lieben es. Dann noch einen frischen Hefezopf dazu *legga

Leeve Jrööß
Schnulli

Sivie hat gesagt…

Toll. Das wollte ich auch schon lange mal machen.

kochschlampe.com hat gesagt…

Mir wurde übrigens berichtet, dass auch der umgekehrte Weg irgendwie funktioniert: aus Butter und Milch wieder Sahne herzustellen. Das haben wohl einige zu DDR-Zeiten gemacht, als Butter und Milch subventioniert waren (Grundnahrungsmittel), Sahne aber nicht (Luxusgut).

Barbara hat gesagt…

@ Arthurs Tochter: Ersteres hatte ich mir auch überlegt, aber dafür bin ich nicht sadistisch genug. Zweites: Meine Mutter hatte früher immer Angst, dass ich Sahne überschlage, war aber nie so - es dauert doch ewig, bis aus Sahne Butter wird! So habt Ihr wenigstens immer mal wieder frische selbstgemachte Butter zuhause. ;-)

@ Bettina: Käse will ich auch irgendwann mal ausprobieren. :-)

@ Zorra: Mir auch! ;-)
Ja, deshalb hatte ich es auch getestet, es ging. Also kannst Du ran und es ausprobieren. :-)

@ Bolli's Kitchen: Eben, Eure Butter aus der Bretagne ist sowieso ein ganz anderes Kaliber als die Butter, die man hier kriegt. Und mit fleur de sel war's doppelt so gut. :-)

@ Dinkelhexe: Gute Idee mit der abgelaufenen Sahne, das merke ich mir. Dein Butterglas habe ich gefunden, toll! Schöne Erinnerungen sind immer gut zum Wiederaufleben-Lassen. :-)
Dir und allen auch ein schönes Wochenende!

@ Schnick Schnack Schnuck: Ja! :-)
Das Gemansche mit den Händen hat was.

@ Suse: Die ist bestimmt perfekt! Ich will es das nächste Mal auch mit besserer Sahne ausprobiren, das geht bestimmt auch schneller, bis die Sahne dann ausflockt.

@ Milliways: Hihi, das ist eine gute Idee! :-)

@ Schnulli: Auf frischen Hefezopf hätte ich jetzt echt Appetit!

@ Sivie: Ist bestimmt auch für Deine Kleinen interessant.

@ kochschlampe: Das ist interessant, ich kann es mir kaum vorstellen, aber es lohnt sich, da etwas nachzuforschen. Durch Schlagen wohl nicht, da muss es einen anderen Weg geben...

Alex hat gesagt…

Auf italienischen Blogs kursierte dieses Rezept eher, um Buttermilch herzustellen, die in Italien schwer zu finden ist und die Butter war eher ein Nebenprodukt. Aber alle haben festgestellt, wie gut die selbstgemachte Butter schmeckt und ich mache sie öfter, wenn ich leckere Kräuterbutter machen will.

Barbara hat gesagt…

@ Alex: Das geht Zorra glaube ich auch so, in Spanien ist Buttermilch auch schwer zu kriegen.

Schnuppschnuess hat gesagt…

Ich glaube, wenn die Sahne nicht so kalt ist, klappt es besser. Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass ich des öfteren statt geschlagener Sahne Butter produziert habe. Immer in der Ferienwohnung von Oma und Opa, wo der Kühlschrank nicht so gut funktionierte. Oh je, das ist schon mehr als 40 Jahre her.

Barbara hat gesagt…

@ Jutta: Warme Sahne ist eine gute Idee, oder doch die ohne Carrageen - vielleicht war es auch nur subjektiv, wenn man Butter will dauert es lange, wenn man steife Sahne will, muss man aufpassen... ;-)

Bettina hat gesagt…

Ich habe gerade Butter selbst gemacht, hat super funktioniert!! :) Und ich gebe dir recht, es macht total viel Spaß, vor allem wenn man zusehen kann wie sich die Konsistenz verändert - wie Magie! :)

andi hat gesagt…

Habe soeben die butter in den Kühlschrank gegeben.
Die Herstellung hat super funktioniert. Aus 1L Sahne 320g Butter und ca. 570g Buttermilch.
Interesant bei der Herstellung ist dann wenn die Trennung beginnt, denn dann fängt es wirklich schön zu spritzen an.

Barbara hat gesagt…

@ Bettina: Klasse, Deinen Beitrag habe ich gesehen, gut geschrieben. Ich find' auch total interessant.

@ andi: Freut mich, dass es geklappt hat! Ja, es spritzt ziemlich. ;-)

martina hat gesagt…

Ich mache meine Butter auch sehr oft selbst.......und im Prinzip auch wie du.......die Sahne sollte aber etwa 18 Grad haben.....hast du auch schon mal Quark aus Buttermilch selbstgemacht? musst du mal probieren.....schau mal hier

http://martinaskochkueche.blogspot.de/2011/06/buttermilch-quark-mit-erdbeeren.html
oder Eis schau hier

http://martinaskochkueche.blogspot.de/2011/07/2-am-samstag-buttermilch-eis-und.html

LG
Martina

Barbara hat gesagt…

@ Martina: Das mit der Temperatur wusste ich gar nicht, das ist mir neu. Meine war sicher kälter... :-)

Nein, Quark habe ich noch nie probiert - klingt lecker. Ich gehe gleich mal schauen! :-)

Wimi hat gesagt…

Hallo, habe die Butterseite eben durchgelesen und mir fällt folgendes auf:

Buttermilch macht man durch Stehenlassen bei Zimmertemperatur aus Milch, die man z. B. mit einem Schnapsglas voll Buttermilch "startet". Auch Creme fraiche lässt sich so selbst herstellen.

Das "Abfallprodukt" beim Buttern ist Molke.

Für Butter muss die Milch vorher auf bestimmt Temperaturen gebracht werden (Aussentemperatur-abhängig).

Hier gibts einen tollen Link:
http://dairyantiques.com/Wood_Butter_Churns_1.html

Gruß!
Wimi

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