
Am Sonntag haben wir einen Waldspaziergang ganz im Norden Bayerns mit dem Sammeln von Bärlauch verbunden. Neben einem kleinen Bächlein im Laubwald fanden wir wahre Bärlauch-Wiesen.
Wenn man Bärlauch selbst erntet, sollte man sich sicher sein, was man tut: Eine gute Zusammenstellung von giftigen Doppelgängern findet sich aktuell im
Pflanzenlust-Blog.
Wir haben daraus
Bärlauchpaste,
Bärlauchpesto und
Bärlauchbutter gemacht und klein geschnittene Blätter aufs Brot gelegt. Alles sehr lecker.

Etwas Bärlauch habe ich verwendet, um ein Rezept nachzukochen, das laut Petra so gut ist, dass sie es bereits zwei Mal in ihrem Blog
Brot und Rosen verewigt hat:
Bärlauch-Knöpfle bzw.
Bärlauch-Spätzle. Dies ist also ein Beitrag zum aktuellen
Fremdkochen.
Ich habe erst versucht, den Teig laut Rezeptangabe mit dem Löffel herzustellen, das war mir aber zu mühsam, so dass ich doch auf die Küchenmaschine umgestiegen bin. Es war aber ein guter Zeitpunkt, den Kochlöffel einzuweihen, den mir
Birte geschickt hat. Danke dafür! Birte hat wohl eine Ladung Löffel versandt (
Jutta bekam auch einen), um das neue Portal von
lecker zu promoten. Der Löffel ist schön stabil und hiermit eingeweiht, von der Zeitschrift hatte ich früher schon 2 Rezepte nachgekocht (
hier und
hier) und ich finde es gut, dass Verlage ihre Rezepte ins Internet stellen. Man kann dort doch besser suchen als in der Erinnerung (da war doch mal...) und irgendwann wirft man Kochzeitschriften ja auch weg.

Zurück zu den Bärlauchnudeln. Bei mir hat das Rezept irgendwie nicht hingehauen... Als Mehl habe ich 150 g Type 405, 100 g Spätzlemehl und 50 g frisch gemahlenen Dinkel gemischt verwendet. Die Eier als einzige Flüssigkeit waren mir hierfür viel zu wenig, ich habe etwas Wasser zugefügt, trotzdem war der Teig sehr fest und ließ sich nicht durch den Spätzlehobel drücken, ich habe es mit Sieb, Reibe, Schaben, usw. versucht und eine ziemliche Sauerei angestellt. Schließlich habe ich eine Menge Wasser untergerührt, bis die Masse flüssiger war.
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Bärlauch-Knöpfle oder Bärlauch-Spätzle |
| Kategorien: | Teigware, Nudel, Bärlauch, Frühling |
| Menge: | 2 Portionen als Hauptspeise, 4 als Beilage |
Zutaten
| 1 | Bund | | Bärlauch |
| 300 | Gramm | | Mehl* |
| 4 | | | Eier |
| 150-250 | ml | | Wasser; Menge anpassen |
| 1 | Prise | | Salz |
| | | Salzwasser zum Kochen |
| Etwas | | Geriebenen Emmentaler |
Quelle
| original nach ARD-Buffet, ergänzt |
| Erfasst *RK* 12.05.2006 von |
| Petra Kleineisel |
Zubereitung
Den Bärlauch hacken* (s. Anmerkungen unten!) und mit dem Mehl in eine Schüssel geben. In der Mitte ein Loch freischieben und die Eier hinein klopfen. Alternativ Bärlauch mit Eiern pürieren und mit dem Mehl mischen. Salz hinzufügen. Alles mit einem großen Kochlöffel vermengen. Den Teig so lange rühren, (das kann auch mit der Rührmaschine geschehen) bis er völlig glatt ist. Je nach Mehl und Größe der Eier Wasser zugeben.
Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und den Teig noch wenigstens eine halbe Stunde ruhen lassen. Danach einen großen Topf mit Wasser füllen, das Wasser kräftig mit Salz würzen und es zum Kochen bringen.
Den Teig durch ein sehr grobes Gemüsesieb oder ins kochende Wasser tropfen lassen. Die Teigfäden (Knöpfle) sind gar, wenn sie an die Oberfläche steigen. Mit einem Sieblöffel herausnehmen und auf den Teller geben.
Wer möchte, kann vor dem Anrichten die Bärlauch-Knöpfle mit geriebenem Emmentaler bestreuen und sie für ein, zwei Minuten bei 180 Grad im Ofen überbacken.*
Anmerkung pk: ich hacke den Bärlauch klein und püriere ihn mit den Eiern, dann gebe ich die restlichen Zutaten zu. Dadurch erhalten die Spätzle eine gleichmäßige Färbung und Strucktur. nur mit frisch geriebenen Parmesan überstreuen, mit Salat als Hauptgericht oder als Beilage.
Anmerkungen Barbara:
* Ich habe 150 g Weizenmehl Type 405, 100 g Spätzlemehl und 50 g frisch gemahlenen Dinkel verwendet.
* Genau wie Petra habe ich den Bärlauch mit den Eiern püriert. Gehackter Bärlauch würde gar nicht durch das Sieb gehen...
* Wenn man eine vorgewärmte Platte verwendet, muss man die Nudeln nicht im Ofen überbacken, mir schmecken Kässpätzle allgemein so besser, sie sind auch leichter verträglich.
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Die Bärlauch-Kässpätzle haben ganz gut geschmeckt, so begeistert wie
Petra bin ich allerdings nicht. Vielleicht ist bei mir irgendetwas schief gelaufen, ich brauchte ja auch viel mehr Flüssigkeit.
Sie passen als Beilage z.B. zu Fleisch, Gemüse oder Salat zu einem schönen Sonntagsessen. Dafür lohnt sich dann auch der Aufwand.
Aufgewärmt schmecken sie übrigens auch gut.