Mittwoch, 26. März 2008

Käsekuchen

Der März ist fast vorbei - auf den letzten Drücker gibt es von mir noch einen besonderen Kandidaten für den monatlichen Blog-Event DKduW bei Foodfreak:

Beim Umräumen auf dem Dachboden habe ich nämlich eines meiner früheren Lieblingsbücher wiederentdeckt: Das Buch heißt Backen - Die neue große Schule. Es wird immer noch verlegt, allerdings ist das Wort "neue" im Titel verschwunden. Mein Exemplar ist von 1993.

Das Buch ist schön großformatig mit vielen Fotos drin, ich hatte es mir zu Studentenzeiten mal gegönnt. Wahrscheinlich bin ich wochenlang in diversen Buchhandlungen darum herumgeschlichen, bis ich es mir endlich gekauft habe. Die Fotos darin sind wirklich verführerisch! Ob ich je etwas daraus gebacken habe, kann ich aber gar nicht sagen...

Es ist eine Kombination aus Lehrbuch und Rezeptsammlung, nach einleitenden Informationen (Ausrüstung, Erklärung der Mehltypen, wie wirken Treibmittel, usw.) beginnt jedes Kapitel mit einem Grundrezept für einen bestimmten Teig, illustriert mit vielen Fotos. Dann werden passende, darauf aufbauende Rezepte präsentiert. Wirklich ein Standardwerk mit vielen Informationen für den Hobbybäcker. Warum das Buch jahrelang auf dem Dachboden vor sich hin schlummern musste, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft... Egal, jetzt habe ich es wieder!

Lustig finde ich auch Fotos des Teams, das für das Buch gewerkelt hat. Die Rezepte bearbeitet und die Texte geschrieben hat übrigens Martina Meuth, das bürgt eigentlich für Qualität. Ein jugendliches Foto von ihr ist dabei: Es beruhigt mich, dass nicht nur an mir die Zeit nicht spurlos vorübergegangen ist. Ich finde aber, wir sind beide mit dem Alter interessanter geworden. ;-)

Da ich einen leichten Kuchen backen wollte, habe ich mich für die Käsetorte auf Seite 112 entschieden. Für mich ist das keine Torte, sondern ein normaler Käsekuchen, also nenne ich ihn auch so.

Amüsant ist der einleitende Text, da steht nämlich "Wer eine gute Käsetorte backen kann, wird geliebt - das ist ganz sicher." Noch heftiger ist die Überschrift "Dafür wird man geheiratet!" Das könnte auch der Grund sein, warum ich dieses gefährliche Rezept nie ausprobiert hatte! ;-)

Gestern war es dann soweit, der Kuchen wurde gebacken. Geärgert hat mich die Formulierung des Geheimnisses der Käsetorte: "mit einem spitzen Messer zwischen Rand und Füllung rundum entlang fahren" - dieser Text ist nicht eindeutig... Da der Mürbteigboden samt Rand blindgebacken wird und ich das so beachtlich fand, dass es mir nicht mehr aus dem Kopf ging, habe ich diesen Satz dummerweise so interpretiert, dass man zwischen Teigrand und Käsemassefüllung mit dem Messer entlang fahren soll. Das stellte sich als Quatsch heraus, das Ergebnis war wieder ziemlich albern! Ihr könnt es auf dem Foto oben recht gut erkennen, der Rand des Kuchens ist etwas abgesetzt von der Füllung... ;-)

Also: Zwischen Rand der Form und der Kuchenmasse entlang fahren, dann müsste es klappen. Im Rezept unten habe ich das gleich so formuliert. Das nächste Mal mache ich es dann auch so, dann wird der Käsekuchen hoffentlich schöner aussehen... Lecker geschmeckt hat er!

Nachtrag: Danke an die Hedonistin mit ihrem Tipp: Es scheint doch so zu sein, dass man zwischen Teig und Füllung mit dem Messer entlang fahren soll. Das Rezept habe ich entsprechend abgeändert, Details findet Ihr in den Kommentaren.


















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Leckerer Käsekuchen
Kategorien:Backen, Kuchen, Mürbeteig, Quark
Menge:1 Kuchen

Zutaten

HFÜR DEN TEIG
50GrammZucker
100GrammButter
150GrammMehl
1Eigelb
HAUSSERDEM
Hülsenfrüchte zum Blindbacken
HFÜR DIE FÜLLUNG
500GrammQuark
150GrammZucker
3Teel.Vanillezucker
1Zitrone; die abgeriebene Schale
1geh. ELMehl
1geh. ELSpeisestärke
7Eier, getrennt
50GrammZucker
50GrammZerlassene Butter

Quelle

Backen: Die neue große Schule
Zabert-Sandmann Verlag
Redaktion: Martina Meuth, Sönke Knickrehm
Erfasst *RK* 24.03.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Den Teig nach dem Grundrezept für Mürbeteig (Knetteig) zubereiten: Die Zutaten abmessen und rechtzeitig kalt stellen. Mehl auf die Arbeitsfläche sieben, dabei aufhäufen. Mit einem Esslöffel eine Mulde in den Mehlberg drücken. Zucker in diese Mulde streuen. Eigelb in die Mulde gleiten lassen. Die gut gekühlte Butter in Stücke schneiden, rundum auf den Mehlrand setzen. Alle Zutaten mit einem Messer gründlich durchhacken. Die so entstandenen Brösel rasch mit kühlen Händen durchwalken. Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie packen und eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Alternativ alle Zutaten für den Teig in die Küchenmaschine geben, kurz durchmischen lassen und dann mit den Händen zu einer Kugel formen.

Eine Springform (26 cm Durchmesser) mit dem Teig auskleiden. Den Boden 15 Minuten blindbacken (die Form mit Backpapier auslegen und mit Hülsenfrüchten o.ä. beschweren), damit die Füllung ihn nicht aufweicht, sondern er schön knusprig wird.

Für die Füllung Quark, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale, Mehl, Stärke und Eigelb verrühren. Das Eiweiß steif schlagen, Zucker unterziehen und weiter steif schlagen. Vorsichtig mit der flüssigen Butter unterheben.

Auf den vorgebackenen Boden füllen. Bei 180 Grad insgesamt 40 Minuten backen. Nach 20 Minuten den Kuchen herausholen und mit einem spitzen Messer zwischen dem Rand und der Füllung rundum entlang fahren, 5 Minuten ruhen lassen, dann 20 Minuten lang zu Ende backen.

Den Kuchen warm aus der Form lösen, auf ein Kuchengitter stürzen und endgültig abkühlen lassen.

Variante Kirsch-Käsetorte: Sauerkirschen zu Kompott kochen, mit Stärke binden und auf dem blindgebackenen Boden verteilen. Die Käsecreme darübergeben und backen.

=====


Sonntag, 23. März 2008

Devil's Food Cake

Eine mächtige Torte ist für 2 Personen meist etwas überdimensioniert. Manchmal gibt es daher bei mir eine kleine Torte. Ein sommerliches Exemplar findet sich hier.

Bei dem winterlichen Osterwetter steht einem eher der Sinn nach Schokolade... Deshalb gibt es dieses Wochenende eine gehaltvolle Schokoladentorte mit Himbeeren.









Im Original kommt kein Chili vor, aber ich finde, dass ein Hauch Chili sehr gut dazu passt.


















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Mini Devil's Food Cake mit Himbeeren und einem Hauch Chili
Kategorien:Backen, Minikuchen, Rührteig, Schokolade, Himbeere
Menge:12 Stück

Zutaten

HFÜLLUNG
250GrammSchlagsahne
200GrammZartbitter- oder Halbbitter-Kuvertüre
75GrammButter
HTEIG
50GrammZartbitter- oder Halbbitter-Kuvertüre
50mlWasser
2Teel.Flüssiger Honig
100GrammButter
100GrammZucker
1Ei
80GrammMehl
4Essl.Reines Kakaopulver
1Teel.Backpulver

EtwasChilipulver *
Fett für die Form
HAUSSERDEM
150-200GrammTK-Himbeeren

Quelle


nach Brigitte
Erfasst *RK* 22.03.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Für die Füllung: Sahne aufkochen. Grob gehackte Kuvertüre und Butter einrühren und abkühlen lassen.

Den Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3 vorheizen.

Für den Teig: Kuvertüre hacken. Wasser und Honig kurz aufkochen. Von der Kochstelle ziehen. Kuvertüre einrühren und schmelzen lassen. Zimmerwarme Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührers cremig weiß rühren. Das Ei trennen und das Eigelb in die Butter-Zucker- Masse rühren. Flüssige Kuvertüre zugeben und unterrühren. Mehl, Kakao und Backpulver sieben und unter die Schokoladenmasse rühren. Das Eiweiß steif schlagen und unter den Teig heben.

Eine Springform (Durchmesser 18 cm) fetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Den Teig einfüllen und glatt streichen. Im Backofen etwa 45 Minuten backen. Den Kuchen in der Form auf einem Gitter auskühlen lassen.

Den Kuchen aus der Springform lösen und waagerecht halbieren. Die Schokoladenfüllung cremig rühren und die Hälfte in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen. Den unteren Boden mit etwas Schokoladenfüllung bestreichen. Rundherum einen äußeren Rand aufspritzen. Gefrorene Himbeeren in die Mitte geben und mit etwas Schokoladenfüllung bestreichen. Den zweiten Boden darauf legen und den Kuchen rundherum mit der restlichen Schokoladencreme bestreichen. Etwa 2 Stunden kalt stellen.

Nährwerte pro Portion ca. 355 Kcal, 27 g Fett

Anmerkungen Barbara:

* Das nächste Mal evtl. erst den Eischnee schlagen, dann den Teig.
* Den Chili kann man natürlich auch weglassen.
* Bei der Schokocremefüllung kann ich mir auch einen Schuß Himbeergeist gut vorstellen.

=====


Der Name dieser Köstlichkeit ist schon über 100 Jahre alt und kommt wohl daher, dass etwas so schokoladig dunkles und sündiges einen Namen brauchte. Angel Food gab es schon, was lag also näher?

Wenn zwei Teufelchen sich gegenseitig mit dieser schokolade-chili-lastigen Leckerei füttern, könnte dieses verführerische Törtchen fast schon als Beitrag für den aktuellen Blog-Event durchgehen, den diesmal ich ausrichten darf: Aphrodisische Gaumenfreuden. ;-)

Aber dafür fällt mir bestimmt noch etwas anderes ein.

Freitag, 21. März 2008

Brioche

Mein Mitkoch liebt Brioches. Klar, dass wir in Paris endlich eine entsprechende Backform gekauft haben - und klar, dass ich versprochen habe, ihn mit Brioches zu verwöhnen.

Meine bisherigen Versuche mit Brioche-Teig waren nicht allzu erfolgreich... Einmal habe ich sie in Muffinförmchen gebacken, da sahen sie eher wie Brötchen aus und waren geschmacklich etwas langweilig.

In Blogs und im Internet finden sich ja schöne Beispiele. Ich bin es trotzdem konservativ angegangen und habe ein französisches Rezept verwendet; auch weil es gerade von den Zutaten passte - ich hatte nämlich noch 3 Eier im Haus, und keine 8 oder 10.

Der Hefeteig war von der Konsistenz her perfekt, das Ergebnis schmeckt auch sehr lecker. Dummerweise habe ich beim Formen der Kugeln etwas geschlampt, daher sieht die Brioche recht albern aus. ;-)
























==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Französische Brioche
Kategorien:Backen, Kuchen, Hefeteig, Frühstück, Frankreich
Menge:1 Brioche

Zutaten

HTEIG
500GrammMehl Type 550 *
1Teel.Salz
1/2WürfelHefe
50GrammZucker
100ml
Milch
150GrammZimmerwarme Butter
3Eier
HZUM BESTREICHEN
1Eigelb (oder etwas Eigelb von der Eimenge des
-- Teiges abgenommen)
2Essl.Wasser (oder weniger)

Quelle

nach ELLE bistro
Erfasst *RK* 18.03.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

1. Mehl und Salz in eine Rührschüssel füllen. Eine kleine Vertiefung ins Mehl drücken, Hefe hineinbröseln und Zucker zugeben. Milch leicht erwärmen, mit Hefe, Zucker und etwas Mehl in der Mulde verrühren. Den Vorteig mit Mehl bestäuben und an einem warmen Ort 10 Minuten gehen lassen.

2. Butter und Eier zugeben, Zutaten gut verkneten. Zudecken und an einem warmen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz kneten, wieder in die Schüssel legen und noch einmal gehen lassen. Eventuell auch über Nacht im Kühlschrank.

3. Backofen auf 180 (Umluft 160) Grad vorheizen. Briocheteig auf der Arbeitsfläche ein großes und ein kleines Stück teilen. Mit dem Daumen eine Mulde in den großen Teigball drücken, den kleinen heineinsetzen und leicht andrücken. 10 Minuten gehen lassen.

4. Eigelb mit Wasser verquirlen, Brioche damit bestreichen, 40 bis 50 Minuten backen. Frisch servieren oder vor dem Essen kurz aufbacken.

* Ich habe 400 g Mehl und 100 g frisch gemahlenen Weizen verwendet.

Im Originalrezept reicht diese Menge Briocheteig für 16 kleine Brioches, die dann nur 25 Minuten gebacken werden.

=====


Das nächste Mal werde ich etwas mehr Zeit damit verbringen, keine Dellen stehen lassen und ein tieferes und mittig sitzendes Loch formen, in das dann die kleinere Kugel kommt, damit sie nicht wieder seitlich abrutscht.

Schon lange gewünscht ist auch Wurst im Briocheteig.

Donnerstag, 20. März 2008

Wörterbuch der Kochkunst

Kürzlich waren wir auf einer Lesung zum Thema Essen und Trinken mit Alexandre Dumas.

Alexandre Dumas scheint ein großer Gourmet und Gourmand gewesen zu sein: Zwei Jahre vor seinem Tod begann er sein gastrosophisches Jahrhundertwerk, eine Enzyklopädie des Kochens, des Genusses und der Bekömmlichkeit unter dem Titel Le Grand dictionnaire de cuisine. Hier seine Definition von Diner:
Tägliche Handlung von höchster Wichtigkeit, die auf würdige Weise nur von geistvollen Menschen vollzogen werden kann. Denn es genügt nicht, beim Diner zu essen, man muss dabei auch mit einer diskreten und gelassenen Heiterkeit plaudern.

Die Konversation muss zu den rubinroten Weinen der Zwischengänge funkeln, zum Zuckerwerk beim Nachtisch muss sie auserlesenen Geschmack und zum Kaffee eine wahre Tiefe erreichen.
Der Übersetzer und Herausgeber des schönen Taschenbuchs Aus dem Wörterbuch der Kochkünste, Joachim Schultz, trug ausgesuchte Stellen vor, während man ein französisches Menü genießen konnte.

Das Buch - oder besser Lexikon - gefällt mir sehr gut, es ist humorvoll geschrieben und enthält neben Rezepten viele Informationen über die Herkunft von Speisen und Gewürzen und über kulinarische Gewohnheiten der damaligen Zeit.

Freitag, 14. März 2008

Biltong-Portwein-Suppe

Nysa hat das Thema für den aktuellen Blog-Event im Kochtopf gewählt. Als Portugiesin tat sie das naheliegende - und entschied sich für Portwein!

Für mich ehrlich gesagt eine Herausforderung: Ich war noch nie in Portugal, Portwein habe ich vor schätzungsweise 20 Jahren das letzte Mal getrunken, zum Kochen verwende ich ihn auch nicht...

Aber das ist ja das spannende an diesen Blog-Events: Sie sind Anregung dafür, mal wieder etwas anderes, etwas neues auszuprobieren!

Ich habe also etwas geschmökert und dann meine Rezeptsammlung nach Portwein durchsuchen lassen - und eine Menge interessanter Rezepte gefunden! Am interessantesten fand ich das Rezept einer Suppe, die aus Biltong und Portwein besteht.

Biltong lagerte nämlich immer noch in der Speisekammer, der Südafrika-Urlaub ist schon länger her, der getrocknete Springbock musste endlich mal weg...

Für die Suppe wird Biltong in Butter angeschwitzt, mit Mehl angedickt, mit Brühe, Milch und Portwein aufgegossen, am Schluss Sahne und zerbröselter Käse dazu - fertig!



















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Biltong-Portwein-Suppe mit Edelschimmelkäse
Kategorien:Suppe, Creme, Rind, Wein, Südafrika
Menge:4 Personen

Zutaten

100GrammButter
50GrammFein geraspeltes Biltong-Rindfleisch (Barbara:
-- Springbock)
50GrammMehl
500mlMilch
500mlFleischbrühe
200mlPortwein
Pfeffer, evtl. Salz
200mlSahne
60GrammRoquefort oder anderer Edelschimmelkäse,
-- zerbröselt

Quelle

Nach NDR Kulinarisch
Erfasst *RK* 12.02.2007 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Biltong in Butter sautieren, Mehl hinzufügen und zu einer Mehlschwitze verrühren. Fleischbrühe dazugießen und aufkochen lassen, Milch hinzufügen und wieder aufkochen lassen. Den Portwein dazugeben und fünf Minuten ziehen lassen. Frische Sahne, Pfeffer und evtl. Salz hinzufügen und zuletzt den Roquefort darüber bröseln.

Anmerkung des NDR: Die Suppe erscheint vielleicht zunächst etwas dünnflüssig. Sie dickt jedoch noch ein, wenn man sie eine Weile stehen lässt.

Anmerkung Barbara: Bei mir hatte die Suppe eine gute Konsistenz.

=====


Die Suppe ist mal was anderes - sie hat durch den Portwein eine leicht süßliche Note, ist insgesamt sehr kräftig und gehaltvoll. Uns hat sie sehr gut geschmeckt.

Ich kann mir auch vorstellen, dass sie mit Champignons statt Biltong gut schmeckt. Mein Mitesser ist der Meinung, auch als Pastasauce eigne sie sich.

Danach gab es übrigens Ilkas Blätterteigsnacks mit Ziegenkäse und Rosmarin, dazu einen Salat. Die Blätterteigsnacks hatten mich vom ersten Moment an angelacht - und sie schmecken wirklich sehr gut!

Also - endlich mal wieder Zeit zum Kochen und für ein schönes Mittagessen. :-)

Danke an Marlise und Zorra fürs Organisieren des Events!

Donnerstag, 13. März 2008

Paris: Chez Bolli

Paris ist für mich eine der schönsten Städte der Welt. Neben den Sehenswürdigkeiten und wuseligen Menschen natürlich auch vom kulinarischen Aspekt:

Die Märkte, Patisserien, Affineurs, Bistros, Restaurants, usw.... - alles frisch, große Auswahl, appetitlich dekoriert - immer eine Sünde und natürlich eine Reise wert!

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, nach einem Business Trip das Wochenende dran zu hängen.


Neben Ausschlafen und Sightseeing bei sonnigem Frühlingswetter haben wir Katia von Bolli's Kitchen besucht. Wir haben viel gelacht, super eingekauft, gekocht und gegessen - und hatten richtig viel Spaß.

Das war das absolute Highlight unseres Paris-Aufenthalts! :-)

Hier das einzige Foto, auf dem wir beide gemeinsam abgebildet sind - naja, zumindest unsere Hände! ;-)

Die Jakobsmuscheln waren wirklich phantastisch.

Wir hatten frisches Baguette dazu - auf die ganz faule Art: Wir haben es gekauft. Übrigens bei Eric Kayser, dessen Brote ja gerne in verschiedenen Blogs nachgebacken werden. Wir hatten es hier in Paris natürlich leichter, an seine Brote ranzukommen! :-)

Zum Einkaufen waren wir auch bei Katias Fischhändler, der extra aus dem Kühlraum ein paar ganz frische Jakobsmuscheln gezaubert hat. Er hat die Schalen geöffnet und mit dem Finger auf die Muscheln getipst - dabei sind die Burschen zusammengezuckt... frischer geht's nicht!

Neben den Jakobsmuscheln haben wir noch einen wunderschönen Wolfsbarsch (Loup de Mer) gekauft, und zwar einen, der nicht im Netz sondern mit der Angel gefangen wurde. Auf französisch nennt sich das "bar de ligne".



Bei solch einem guten Exemplar braucht es nicht viel an Zubereitung, Katia schildert es genau, eigentlich haben wir ihn nur in den Backofen gepackt, wenig Olivenöl und Salz dazu, das war's. Der Fisch ist fertig, wenn er Flüssigkeit abgibt.

Dazu gab's ein paar kleine Kartöffelchen ("rattes" - ich habe mir welche in den Galeries Lafayette gekauft, die werden dieses Jahr im Garten angebaut) und einen guten Weißwein - lecker!

Zum Dessert hat Katia uns mit einer wunderbaren selbstgebackenen Apfeltarte verwöhnt. Die war echt der Hit.















Noch eine Information für unsere Berliner Freunde: Die Käseplatte in Bolli's Kitchen war richtig toll! ;-) Leider gibt es davon keine Fotos, dafür habe ich eins von Katias Käsehändler.

Zum Glück wohne ich weit entfernt, da würde ich täglich einkaufen...

Und Robert hatte recht: Den Eiffelturm haben wir vor über 20 Jahren einmal beklettert... Diesmal sind wir dann doch mit dem Aufzug hochgefahren.

Ich war schätzungsweise 7 Mal auf dem Eiffelturm - und finde es immer wieder beeindruckend. Diesmal war es ziemlich windig. Aber schön! :-)



Blogs lesen bildet: Neu für mich waren nämlich Macarons, darüber hatte ich bei Véronique gelesen.

In Paris sind diese Macarons omnipräsent: Es gibt sie in allen denkbaren Farben und Geschmacksrichtungen, klein und größer.

In den darauf spezialisierten Läden werden sie liebevoll in kleine hochwertige Schächtelchen verpackt und verkauft.

Ich habe mir beim Bäcker beim Hotel um die Ecke zum Frühstück ein Macaron mit Pistazie gekauft - lecker!

Dazu einen Café, frisch gepressten Orangensaft, ein Croissant, ein Pain au chocolat - lässt sich ein Tag besser beginnen?!

Auch sonst habe ich natürlich in den diversen Patisserien zugeschlagen. Es ist schon beeindruckend, was es hier an Leckereien gibt.


















Das Problem war nur, dass mein Magen sich nicht unendlich dehnen lässt: Man muss sich also genau überlegen, welche Leckerei man kauft und isst... Und ich habe schon so viele neue Ideen und Anregungen für die Patisserie zu Hause.

Klar: Auch eine Platte mit frischen Austern und anderen Meeresbewohnern musste sein.

Dazu ein Glas Champagner - und damit gleich ein neues Foto auf der Über mich Seite von Blogger.

Alles in allem ein wunderschönes verlängertes Wochenende mit vielen neuen Eindrücken, kulinarischen Genüssen und dem Gefühl, in Paris eine neue Freundin zu haben.

Wer mehr lesen möchte: Ein paar weitere Informationen zu Sightseeing, Tipps, usw. finden sich in meinem Reise-Blog.

Freitag, 7. März 2008

Guacamole

Gerade habe ich wenig Zeit, also muss der versprochene Beitrag über meinen Besuch in Bolli's Kitchen noch etwas warten. Bis dahin gibt es eine meiner Lieblings- äh... Saucen, Dips, Pasten, Gemüse? Hm, egal - Hauptsache lecker! ;-)

Wenn ich irgendwo reife, aromatische Avocados bekomme, mache ich damit gerne Guacamole. Ich mag das schöne Grün der Avocados und Korianderblätter, die roten Farbkleckse von Tomate und Chili, die Frische der Limette und das Cremige der ganzen Kombination.

Das Rezept geht schnell und pi mal Daumen, die Grundidee habe ich unten aufgeschrieben.

Vergesst bitte Rezepte, in denen Zitrone oder Petersilie verwendet werden: Die stammen aus dem letzten Jahrhundert, als es hierzulande noch keine Limetten und frische Korianderblätter zu kaufen gab. Das Ergebnis schmeckt bestimmt auch interessant, ist aber halt etwas ganz anderes.






















==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel:Barbaras Guacamole
Kategorien:Dip, Avocado, Koriander, Mexiko
Menge:1 Rezept

Zutaten

1-2Avocados
1Zwiebel; evtl
1Knoblauchzehe; evtl
1klein.Aromatische Tomate
1/2Rote oder grüne Chilischote oder einige Tropfen
-- mexikanische Chilisauce (oder Tabasco)
1Limette, den Saft
1Handvoll
Korianderblätter (Cilantro)
Salz, schwarzer Pfeffer

Quelle

aus Mexiko mitgebracht
Erfasst *RK* 24.02.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Zwiebel, Knoblauch, Chili und Koriander fein hacken und in eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer, evtl. Chilisauce vermengen.

Avocados klein schneiden oder mit einer Gabel zerdrücken, in die Schüssel geben und sofort den Limettensaft unterrühren, damit das Avocadopüree sich nicht verfärbt.

Entscheidend für den Geschmack sind aromatische Zutaten, vor allem reife Avocados.

Die Menge ist nach Geschmack anpassbar.

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